• Digitale Bücher erfreuen sich wachsender Nachfrage. Die neuesten Modelle können mittlerweile Inhalte vorlesen. (Archivbild)
    Digitale Bücher erfreuen sich wachsender Nachfrage. Die neuesten Modelle können mittlerweile Inhalte vorlesen. (Archivbild)  (KEYSTONE/AP/JOERG SARBACH)

E-Books werden zu sprechenden Büchern

Digitale Bücher, kurz E-Books genannt, gibt es seit über 20 Jahren. Sie lassen sich am PC und am Handy lesen. Echten Lesekomfort bieten aber nur spezielle E-Book-Reader. Diese können inzwischen Bücher sogar vorlesen.
Bern. 

Wer seinen Ferienkoffer nicht mit Papier füllen will, nimmt E-Books mit auf die Reise. Auch wer nachts gerne liest, ohne den Bettnachbarn zu stören, ist von digitalen Büchern begeistert.

Drei Formate

Digitale Bücher werden heute vor allem in drei Formaten angeboten. Einerseits als übliche PDF-Daten, die alle Funktionen von digitalem Papier bieten. Als freier und offener Standard für digitale Bücher gilt das Epub-Format.

Dieses Format kommt auch bei vielen Büchern ohne Kopierschutz zum Einsatz. Marktbeherrschend beim Verkauf von E-Books ist allerdings Amazon mit seinem eigenen Mobipocket-Format und seinen eigenen Lesegeräten.

Lesen lassen sich die Bücher direkt im Internetbrowser (Firefox, Chrome) am PC. Komfortabler sind spezielle PC-Leseprogramme wie Calibre, Kitabu und Freda. Auf Mobilgeräten empfehlen sich Apple iBooks und Google Play Books oder offenere Apps wie Universal Book Reader (Android) und Marvin 3 (iOS).

Komfortabel lesen

Das Lesen auf üblichen Bildschirmen hat aber den Nachteil, dass der Akku rasch leer ist. Und es ist vor allem im Freien anstrengend. Angenehmer sind spezielle E-Book-Reader. Sie sehen aus wie Tablets, haben aber ein spezielles Display, das nicht flackert und auch bei Sonnenlicht gut lesbar ist.

Ein integriertes Licht macht den E-Book-Reader betttauglich. Gute Geräte reduzieren dabei sogar den Blaulichtanteil, damit die Schlafbiologie nicht gestört wird. Eine Akkuladung reicht beim E-Book-Reader für Wochen Lesespass.

Normalerweise hat das Display eines Readers knapp Taschenbuchgrösse. Edlere Modelle, wie der neue Tolino epos 2 bieten 8- statt 6-Zoll Bilddiagonale. Wer auch in der Badewanne liest, sollte ein wasserdichtes Modell wählen. Sogar für Kinder gibt es spezielle Modelle. Amazon versorgt die Kleinsten dann sogar mit einem kindertauglichen Buchangebot.

Mehr als nur Lesegerät

Bei vielen E-Book-Readern kriegt man zusätzlich Funktionen umsonst. So lassen sich Bücher mit Anmerkungen versehen oder in Buchfanclubs bewerten. Besonders funktionsreich sind die Reader von PocketBook. Sie lesen Bücher mit synthetischer Stimme vor und spielen sogar richtige Hörbücher ab. Dazu wird einfach ein Bluetooth-Kopfhörer mit dem Reader verbunden. Kostenlosen Hörstoff findet man beispielsweise bei www.vorleser.net. Ist man des Lesens müde, fordert der Reader sogar zu einer Runde Schach auf.

Wo E-Books zu finden sind

Die meisten E-Book-Reader sind mit digitalen Buchshops verknüpft. Die Tolino-Marke setzt dabei auf deutsche und schweizerische Anbieter. Solange Bücher nicht kopiergeschützt sind, lassen sie sich aber von beliebigen Quellen auf den Reader laden.

Bei kostenlosen Buchangeboten sticht vor allem das Projekt Gutenberg (gutenberg.spiegel.de) hervor, dass über 6000 Klassiker kostenlos anbietet. Auch wiki.mobileread.com enthält ein riesiges Angebot.

Mit dem Programm Calibre kann man ferner einfach aus unterschiedlichen Dateien (Word, PDF) ein E-Book erzeugen. Tools wie epub.press oder dotepub.com speichern Internetseiten als E-Books.

Digitale Ausleihe

E-Books kann man aber auch leihen. Das Portal www.onleihe.net listet unter «Leser / Onleihe finden» hunderte Schweizer Bibliotheken auf, welche Bücher und Zeitschriften digital ausleihen. Auf den E-Book-Readern von Tolino ist die nötige App bereits vorinstalliert. Auf Readern der Marke PocketBook und Onyx kann man den integrierten Internetbrowser für die Ausleihe nutzen.

Daneben bieten auch die meisten Internet-Buchläden digitale Bücher zum Kauf. Ob diese kopiergeschützt sind und sich auf dem eigenen Reader lesen lassen, muss man allerdings vorgängig sicherstellen. (sda)

06. Nov 2019 / 07:00
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