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Von Wehrmachtssoldat mitgenommen - Gemälde zurück nach Frankreich

Ein von einem Wehrmachtssoldaten im Zweiten Weltkrieg aus der Normandie nach Berlin mitgenommenes Gemälde ist auf den Rückweg nach Frankreich gebracht worden.
ARCHIV - Anne-Marie Descôtes, Botschafterin Frankreichs in Deutschland, neben dem Gemälde des französischen Malers Nicolas Rousseau. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
ARCHIV - Anne-Marie Descôtes, Botschafterin Frankreichs in Deutschland, neben dem Gemälde des französischen Malers Nicolas Rousseau. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Das Landschaftsbild des französischen Malers Nicolas Rousseau aus dem 19. Jahrhundert wurde am Mittwoch in der französischen Botschaft in Berlin an Vertreter des Weltzentrums für Frieden in Verdun übergeben. Dort werde es "als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft ausgestellt, während gleichzeitig Nachforschungen laufen, um die rechtmässigen Eigentümer ausfindig zu machen", hiess es in einer Mitteilung.

Der inzwischen gestorbene Sohn des Soldaten, Peter Forner, hatte das Gemälde aus Privatbesitz im vergangenen Jahr an die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes ausgehändigt. Forners Vater Alfred hatte das Bild von einem Ort im Nordwesten Frankreichs nach dessen Angaben einem Befehl folgend mitgenommen. In Berlin sollte er es abliefern, fand an der Anschrift aber nur eine Ruine vor.

Nach Rückkehr nach Frankreich fiel Forner im Krieg. Seitdem blieb das Bild in privater Hand in Berlin. Der Sohn sagte vor einem Jahr, er habe es auch als Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft und Aussöhnung zurückgeben wollen.

Die Wahl von Verdun, im Ersten Weltkrieg Ort einer der blutigsten Schlachten zwischen Deutschland und Frankreich, verdeutliche den von Forner gewünschten Weg der Aussöhnung, hiess es. Im dortigen Weltzentrum werde das Gemälde ausgestellt, um für "Raub und Plünderung von Kulturgütern sowie für die Provenienzforschung bei Kunstwerken zu sensibilisieren".

Das etwa 40 mal 60 Zentimeter grosse Gemälde, dessen Wert auf bis zu 3000 Euro geschätzt wurde, zeigt eine von zwei Baumgruppen gerahmte Landschaft, die ein schmales Gewässer durchzieht. Rousseau wird als Künstler der Schule von Barbizon zugerechnet, einer Gruppe französischer Landschaftsmaler, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts wirkte. Benannt ist die Gruppe nach einer Künstlerkolonie in der Gemeinde Barbizon am Wald von Fontainebleau südöstlich von Paris. (sda/dpa)

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