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Seco rechnet nicht mit Entlassungswelle

In der Schweiz dürfte die Arbeitslosigkeit im Herbst zwar ansteigen. Doch mit einer Entlassungswelle ist laut Boris Zürcher vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) nicht zu rechnen.
Boris Zürcher, der Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, rechnet nicht mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit (Archivbild).
Boris Zürcher, der Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, rechnet nicht mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit (Archivbild).

Er geht davon aus, dass die Arbeitslosenquote etwa im Bau, Tourismus oder im Gastgewerbe saisonal-bedingt nur leicht anziehen wird. Gemäss den uns derzeit vorliegenden Daten gibt es keine Anzeichen, dass es zu einer Entlassungswelle kommen wird", sagte der Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco am Montag an einer Telefonkonferenz.

Der Grund dafür sei die Kurzarbeit. Dieses Instrument werde von den Firmen rege genutzt und könne bei Bedarf bis ins nächste Jahr hinein verlängert werden.

Unklar bleibe aber, wieviele der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer ihren Job noch verlieren werden. "Um das abschätzen zu können, fehlen handfeste Erfahrungswerte aus der Vergangenheit". Optimistisch stimmt Zürcher, dass sich viele Firmen während der Coronakrise gut geschlagen haben. Insbesondere für am Binnenmarkt tätige Unternehme entspanne sich die Lage.

Im Monat Mai waren in der Schweiz laut Seco gut 890'000 Arbeitnehmende in Kurzarbeit beschäftigt. Im Lockdown-Monat April, dem Höhepunkt betreffend Kurzarbeit, waren es mehr als eine Million. Das Instrument kostet den Bund viel Geld: Seit März sind laut Zürcher rund 6 Milliarden Franken an Kurzarbeitsentschädigung ausbezahlt worden. (sda/awp)

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