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SBB-Rettungsübung im Bözbergtunnel

Im neuen SBB-Bözbergtunnel zwischen Effingen und Schinznach-Dorf im Kanton Aargau hat am Samstagmorgen eine Rettungsübung stattgefunden. Im Einsatz standen 400 Rettungskräfte sowie 150 Figuratinnen und Figuranten.
Für die Übung simulierte die SBB eine Kollision eines Personenzugs mit einem im Tunnel stehenden Bauzug. Vom Unfall betroffen waren 150 Zugreisende.
Für die Übung simulierte die SBB eine Kollision eines Personenzugs mit einem im Tunnel stehenden Bauzug. Vom Unfall betroffen waren 150 Zugreisende. (Bild: SBB)

Die Einsatz- und Evakuationsprozesse konnten bei der Übung "Sissle 20" in einem simulierten Grossereignis unter Einhaltung der Schutzkonzepte gemäss Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und des Kantons Aargau erfolgreich geprüft werden, wie die SBB und die Staatskanzlei Aargau am mitteilten. So bestand unter anderen für alle 600 Beteiligten, mitsamt den 50 Übungsleitenden, eine Maskenpflicht.

Mit der Übung habe die SBB als Betreiberin des 2,7 Kilometer langen Bözbergtunnels zeigen können, dass sie die vorhandenen Einsatz- und Evakuationsprozesse beherrsche. Es seien die Betriebs- und Interventionskonzepte sowie die Ereignisbewältigung als Ganzes überprüft worden, hiess es weiter.

Getestet worden seien die Alarmierungsabläufe, die Zusammenarbeit der Interventionskräfte, die Betriebs- und Interventionsprozesse sowie das Fluchtwegkonzept und das Verhalten des Instandhaltungspersonals im Ereignisfall. Wo notwendig, würden die Konzepte nun angepasst und die Zusammenarbeit der Interventionskräfte optimiert.

Das Übungsszenario ging von einer simulierten Zugskollision aus. Ein Personenzug kollidierte mit einem im Tunnel stehenden Bauzug. Vom Unfall betroffen waren 150 Zugreisende, die evakuiert und versorgt werden mussten. Im April 2022 ist eine zweite Übung geplant, bei welcher der alte Bözbergtunnel als Dienst- und Rettungsstollen dienen wird.

Korridor für Güterverkehr

Der 2,7 Kilometer lange Doppelspur-Tunnel soll Anfang November in Betrieb gehen. Es handelt sich um das grösste Einzelprojekt des 4-Meter-Korridors auf der Gotthard-Nord-Süd-Achse und kostet 350 Millionen Franken. Für den Ausbau sämtlicher Tunnels auf vier Meter Eckhöhe hatte das Parlament 2013 einen Kredit von 710 Millionen Franken gesprochen.

Nach der Fertigstellung des neuen Tunnels können Sattelauflieger mit einer Höhe von vier Metern auf der Schiene transportiert werden. Der neue Bözbergtunnel gilt als ein wichtiger Meilenstein für den umwelt- und ressourcenschonenden Güterverkehr in Europa. (sda)

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