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Reisebranche kämpft ums Überleben

Die Folgen der Corona-Pandemie für die Schweizer Reisebranche sind verheerend. Die unmittelbaren Zukunftsaussichten werden von der Branche denn auch wenig überraschend als "rabenschwarz" bezeichnet.
Harte Zeiten für die Reisebranche: ein Reisebüro in Zürich (Archivbild).
Harte Zeiten für die Reisebranche: ein Reisebüro in Zürich (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

"Dazu dürfte auch beitragen, dass sich die Politik bisher noch zu keinen effektiven Überbrückungshilfen für die Härtefall-Branche durchringen konnte," heisst es in einem Communiqué des Schweizer Reise-Verbands (SRV) und der Universität St.Gallen zur Medienkonferenz "Reisebranche - Quo vadis?".

Die vor der Pandemie gesunde Branche sei nun "grundlegend gefährdet", erklärte der Verband vom Donnerstag. Die Zukunftsaussichten "schlechter denn je".

Das zeige auch eine Umfrage von Juni: Branchen-Vertreter hätten für das zweite Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang von 70 Prozent gestellt und ein unverändert hohes Niveau an Kurzarbeit. Bis zum Ende des Sommers dürften die Werte noch gestiegen sein, denkt der Verband.

3'000 Vollzeitstellen bedroht

Entsprechend sei das Konkursrisiko in der Branche "enorm hoch" und die Arbeitsplätze seien "massiv" bedroht. Laut SRV droht der Branche ein Umsatzverlust von 2,9 Milliarden Franken und rund 3'000 Jobs könnten verloren gehen.

Die Höhe des Arbeitsplatzverlustes werde im Wesentlichen von der Dauer der Krise sowie von "Dauer und Schlagkraft" der Hilfe Seitens der Politik abhängen, so der SRV. Vor diesem Hintergrund erwarte die Branche nun "effektive und rasche" Überbrückungshilfen des Bundes.

Konkret gehe es Kurzarbeitsentschädigungen, Erwerbsersatz und Fixkostenzurschüsse. (sda/awp)

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