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Neue Wende im Machtkampf um Aryzta

Beim Backwarenkonzern Aryzta kommt es doch nicht zu einer Kampfwahl: Der vom Unternehmen aufgestellte Kandidat für das Verwaltungsratspräsidium, Andreas Schmid, räumt das Feld.
Der ehemalige Barry-Callebaut-Chef Andreas Schmid gibt nach den jüngsten Entwicklungen den Kampf um das Aryzta-Verwaltungsratspräsidium auf.
Der ehemalige Barry-Callebaut-Chef Andreas Schmid gibt nach den jüngsten Entwicklungen den Kampf um das Aryzta-Verwaltungsratspräsidium auf. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Er wäre am morgigen Mittwoch gegen den von einer Investorengruppe portierten Ex-Hiestand-Chef Urs Jordi angetreten.

Schmid begründete den Rückzug mit den jüngsten Entwicklungen: Er habe sich als Kandidat für den Verwaltungsrat einer unabhängigen Firma oder eines Unternehmens mit starken industriellen Interessen zur Verfügung gestellt, wird er in einer Aryzta-Mitteilung vom Dienstag zitiert. Nach den jüngsten Entwicklungen sei klar geworden, dass diese Lösung nicht länger eine Option sei.

Am Donnerstagabend hatten Aryzta und die Investmentfirma Elliott des US-Milliardärs Paul Singer bestätigt, Übernahmeverhandlungen zu führen.

Am Mittwoch sollten die Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung eigentlich über die neue Zusammensetzung des Verwaltungsrats entscheiden. Eine Investorengruppe um den aktivistischen Fonds Veraison und der Beteiligungsgesellschaft Cobas will drei eigene Vertreter in den Verwaltungsrat bringen. Unter anderem soll nach ihrem Willen der ehemalige Hiestand-Chef Urs Jordi das Verwaltungsratspräsidium übernehmen.

Er soll den hierzulande für seine Hiestand-Gipfeli bekannten Backwarenkonzern wieder auf Kurs bringen. Dem Verwaltungsrat wird dagegen nachgesagt, auf einen Verkauf zu setzen. Aryzta ist bereits seit längerem finanziell angeschlagen, zudem ist der Konzern durch die Corona-Pandemie gebeutelt worden. (sda/awp)

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