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Kunst für Giebelfeld des Parlamentsgebäudes

Zeitgenössische Kunst soll künftig das bisher schmucklose Tympanon, das Giebeldreieck des Parlamentsgebäudes, verzieren. In einem Architekturwettbewerb sollen 2021 zehn bis fünfzehn Künstlerinnen und Künstler ihre Ideen dazu einreichen können.
Das bisher leere Giebeldreieck an der Nordfassade des Bundeshauses soll künftig mit zeitgenössischer Kunst ausgestaltet werden. Im kommenden Jahr wird ein Architekturwettbewerb dazu lanciert. (Archivbild)
Das bisher leere Giebeldreieck an der Nordfassade des Bundeshauses soll künftig mit zeitgenössischer Kunst ausgestaltet werden. Im kommenden Jahr wird ein Architekturwettbewerb dazu lanciert. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Das Budget für die Umsetzung des Entwurfs, der als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen wird, beträgt 100'000 Franken, wie die Parlamentsdienste am Montag mitteilten. Über den Zuschlag für die Gestaltung des Tympanons an der Nordfassade wird die Kunstkommission Parlamentsgebäude (KKPG) in Absprache mit der Eidgenössischen Kunstkommission entscheiden. Jury-Präsident ist der Glarner Ständerat Thomas Hefti (FDP).

KKPG-Präsident Hans-Rudolf Reust stellt in der Medienmitteilung fest, die Nordfassade stelle die Schnittstelle zwischen der Politik und der Bevölkerung, dem Souverän, dar. Der Eingang an der Nordfassade werde heute von zwei Statuen gesäumt, einem Greis, der die Geschichte repräsentiere und einem Jüngling, der sie schreibe.

Laut Reust entspricht das über 100-jährige Gebäude nicht mehr dem Zustand der Nation. "Die Gesellschaft hat sich gewandelt, die Frauen haben das Stimmrecht bekommen und machen nun Politik", stellt der KKPG-Präsident fest.

Das Parlamentsgebäude wurde in den Jahren 1894 bis 1902 unter der Leitung des Architekten Hans Wilhelm Auer von 173 Firmen und 33 Künstlern aus der Schweiz erstellt. Die verwendeten Materialien stammen zu 95 Prozent aus der Schweiz. Auer wendete laut Angaben der Parlamentsdienste 16 Prozent der Bausumme für den künstlerischen Schmuck des Gebäudes auf. Das Tympanon blieb jedoch unverziert. (sda)

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