Wendy Holdener ist oben angekommen

Wendy Holdener ist mit dem Gewinn des WM-Titels in der Kombination ganz oben angelangt. Zehn Monate später wird die Schwyzerin dafür mit dem Award als Sportlerin des Jahres belohnt.
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"Als Kind wollte ich immer einmal auf dieser Bühne stehen. Jetzt habe ich es geschafft, das ist extrem schön", so die überwältigte Holdener, nachdem sie die diesjährigen Sportlerwahlen vor Triathletin Daniela Ryf Und Kunstturnerin Giulia Steingruber für sich entschieden hatte.

Sie hoffe, die positiven Gefühle mit in den weiteren Verlauf der Saison mitzunehmen. "Es ist ein angesehener Preis, ich schätze diese Auszeichnung enorm", sagte Holdener. Ihre Preise vom Skisport habe sie alle an anderen Orten platziert, "den aber behalte ich bei mir daheim" - ein weiteres Zeichen, wie sehr sich die 24-Jährige über die Auszeichnung als Nachfolgerin von Lara Gut freut.

An Tagen wie diesen

Es war einer der Tage, der zweite Freitag im vergangenen Februar an den Weltmeisterschaften in St. Moritz. Holdener gewann in der Kombination Gold vor ihrer Teamkollegin und Freundin Michelle Gisin. Eine Woche später stand Wendy Holdener im Engadin wieder auf dem Podest.

Silber im Slalom - eine Klassierung mit symbolischem Hintergrund im doppelten Sinn. Zum einen war die Schwyzerin in sechs der sieben bis zu jenem Zeitpunkt ausgetragenen Slaloms im Weltcup unter die ersten drei gefahren. Zum andern ist Platz 2 an einem Grossanlass die "logische" Klassierung für eine, die im Weltcup in dieser Sparte noch nie ganz vorne gelegen hat.

Dieser fehlende erste Platz - ein Thema, das Wendy Holdener auch durch diesen Winter begleitet. Dies wird so lange so sein, bis dieser Sieg Tatsache wird. Die Unteribergerin hat ihn stets im Hinterkopf, dazu wird sie auch in der Öffentlichkeit oft darauf angesprochen. Dass sie das Ganze nervt, wäre übertrieben. Trotzdem wäre sie froh, "wenn es endlich mal passieren würde".

Ein Vorbote vor sechs Jahren

Passiert ist im Leben der Spitzensportlerin Wendy Holdener schon einiges. Im grösseren Rahmen auf sich aufmerksam gemacht hatte die Innerschweizerin zum ersten Mal vor knapp sieben Jahren an den Junioren-Weltmeisterschaften in Crans-Montana. Im Wallis gewann sie einen kompletten Medaillensatz. Gold wurde es in der Kombination.

Der Titel sollte ein Vorbote dafür sein, was sich sechs Jahre danach bei den "Grossen" wiederholt hat. (sda)

11. Dez 2017 / 04:00
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