• Autofarben
    Die Autofarbe sagt viel über die Persönlichkeit des Fahrers aus  (pd)

Welche Farbe soll es denn sein?

Seit Jahrzehnten dominieren schwarze, weisse und silberne Autos das Strassenbild von Deutschland und der Schweiz. Lackdesigner sagen allerdings voraus, dass die Zukunft bedeutend bunter wird. Doch was sagt die Farbwahl des eigenen Pkws eigentlich über den Menschen aus, der darin sitzt? Mag man Wissenschaftlern glauben, gilt der Leitsatz: «Sag mir, welche Farbe dein Auto hat, und ich sage dir, wer du bist!»

Autos gibt es in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Grössen. Steht man vor dem Autokauf, spielt die Farbe eine wichtige Rolle. Der eine wählt diese nach dem eigenen Geschmack, also der persönlichen Lieblingsfarbe, aus. Andere wiederum legen Wert auf Individualität, sodass sie sich ein Auto mit einer speziellen Farbe aussuchen, nur um aufzufallen und aus der Masse herauszustechen. Was viele Autofahrer dabei unterschätzen, ist die Rolle der Fahrzeugfarbe beim Wiederverkauf.

Neutrale Farben haben die Nase vorn
Dass die Farbe Weiss für cooles Design und technischen Fortschritt steht, hat Apple mit seinem iPhone schon lange bewiesen. Dass sich dieser Trend auch auf den Automarkt ausdehnt, hätten sich allerdings viele nicht erträumen lassen. Noch Mitte der 90er-Jahre waren weisse Autos vollkommen out, mit Motorrädern verhielt es sich nicht anders. Die «Nichtfarbe» galt als langweilig. Dann wurden plötzlich weisse Autos die Lieblinge der Designer und standen scharenweise auf den Messen. Nach und nach liessen sich immer mehr Automarken vom Weiss-Boom anstecken und mittlerweile «steht» die Farbe beinahe jedem Modell. Laut einer Erhebung des amerikanischen Autolackherstellers Axalta wurden 2013 sogar die meisten Autos in Weiss geordert: 22 Prozent in Uniweiss, sieben Prozent in Perlweiss. Neben Modetrends mag ein Grund für die Beliebtheit sein, dass weisse Autos leichtfüssiger erscheinen und als Zeichen für Umweltbewusstsein stehen.
Dass die neutralen Farben wie Weiss, Schwarz, Grau und Silber rund drei Viertel des globalen Automarkts abdecken, rührt wohl daher, dass sie als seriös, gediegen und edel gelten. Ausserdem zeigen die Statistiken von Gebrauchtwagenportalen, dass Autos in neutralen Farben den Wiederverkaufswert erhöhen. Laut mobile.de kann dies einen Preisunterschied bis zu 3000 Franken ausmachen. Rot oder Blau drücken vor allem bei grösseren Modellen den Preis. Und Ausgefallenes wie Türkis oder Lila macht selbst einen Porsche nahezu unverkäuflich.
Laut den Farbdesignern verspricht die Zukunft allerdings, bedeutend bunter zu werden. Schliesslich haben sich die Farbvorlieben der Autofahrer über die Jahre immer wieder verändert. Ein Beispiel: Noch 1991 war ein schwarzes Auto die absolute Ausnahme – nicht einmal drei Prozent der Neuwagen trug diese Lackierung. Danach ging es stetig bergauf. 2005 konnte der schwarze Lack die 25-Prozent-Marke beim Anteil der Neuwagen-Lackierungen überschreiten. Und heute liegt Schwarz mit 28,4 Prozent vorne.
Doch der Trend wird sich wieder kehren, davon ist zumindest BASF Coatings – einer der grössten Autolackzulieferer – überzeugt. Allein ihr Unternehmen präsentierte für dieses Jahr 65 neue Farben, insbesondere Grüntöne. Eine Revolution, nachdem der Grünanteil nach seinem Boom im Jahr 1996, als 20 Prozent der Neuwagen in dieser Signalfarbe lackiert waren, lange Zeit unter der Marke von fünf Prozent dümpelte.

Nimm dich in Acht vor Schwarz und Orange
«Schwarz wie die Nacht ist dein Auto? Schwarz wie die Nacht sieht es auch mit deinem Selbstbewusstsein aus!» Das behauptet zumindest eine Studie der Marktforschungsagentur CNW. Amerikanische Forscher befragten knapp 2000 Autofahrer zu ihrer Zufriedenheit, ihrer Lebenseinstellung und ihrer Autofarbe und wollten wissen, ob diese Farbe etwas über die Persönlichkeit des Fahrers aussagt. Die Ergebnisse sollten dem einen oder anderen Fahrzeughalter zu denken geben. Denn dabei kam heraus, dass ausgerechnet Fahrer schwarzer PKWs das nied-rigste Selbstbewusstsein haben, aber gleichzeitig zu Machtgier und übertriebenem Ehrgeiz neigen.
Hat Magnum mit seinem roten Ferrari ein niedriges Selbstbewusstsein? Laut der Studie muss es wohl so sein, denn ebenso unzufrieden sind die Fahrzeughalter von Autos in Blau, Rot und Orange. Generell hält die Studie fest, dass grelle und auffällige Farben auf ein niedriges Selbstbewusstsein schliessen lassen, während sanftere Töne und Pastellfarben eher auf einen ausgeglichenen Charakter hinweisen. Also von wegen Gelb steht für Fröhlichkeit und wirkt sich positiv auf den Betrachter aus. Im Falle der CNW-Studie zählen die Fahrer gelber Autos zu den unausgeglichenen und launischen Menschen.
Natürlich stellt sich jetzt die Frage, welche Farbe das Auto im besten Fall haben sollte. Laut der Studie ist dies ein eher seltener Farbton auf den Strassen, nämlich Grün, genauer gesagt Smaragdgrün. Wie die amerikanischen Forscher herausfanden, haben Besitzer smaragdgrüner Autos eine positive Einstellung zum Leben, sind überdurchschnittlich ausgeglichen und selbstbewusst.
Platz zwei der zufriedensten Autofahrer ergatterten die Halter silberner Autos. Sie sind eher zurückhaltend, denken aber optimistisch über ihre Zukunft. Auf Platz drei und damit im Durchsnitt liegt die Farbe Weiss. Sie spricht für eine positive Lebenseinstellung und einen ausgeglichenen Charakter.
Na, mit diesen Ergebnissen sollte man demnächst vielleicht darauf achten, mit wem man im Stau flirtet. Sitzt der Schwarm in einem schwarzen Flitzer, dann gilt es am besten gleich eine Verkehrslücke zu suchen und die Flucht zu ergreifen. (ne)

28. Okt 2014 / 10:34
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