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    Moderator Salar Bahrampoori im Promi-Interview über Autos, Boliden und PS.  (SRF/Pascal Mora)

«Ich bin immer ich selber»

Der sympathische und charismatische Salar Bahrampoori ist begeisterter PorscheFan und fährt privat einen 911er. Der Schweizer mit persischen Wurzeln mag starke, laute und heisse Boliden und moderiert seit der zweiten Staffel das beliebte TV-Format «Tacho», das den Zuschauern alles zum Thema Mobilität näherbringt. Ebenso ist er als Moderator des Lifestyle-Magazins «Glanz und Gloria» bekannt. Im Interview erklärt Salar Bahrampoori, wie er zum Fernsehen gekommen ist und weshalb er mit viel Herzblut für beide TV-Formate arbeitet.
Vaduz. 

Sie sind eine bekannte Persönlichkeit im Schweizer Fernsehen. War es immer schon Ihr Traum, zum TV zu gehen?
Salar Bahrampoori: Überhaupt nicht. Mit 20 ging ich widerwillig ins Militär, in die RS. Mein Vater ist Perser, meine Mutter Schweizerin und wir sind aus einem Kriegsgebiet in die Schweiz übersiedelt und ich war gegen die Institution Krieg. Aus diesem Grund will und wollte ich auch nicht  das Militär unterstützen, weil Gewalt und Krieg für mich einen familiären Hintergrund hat. Als ich wieder einrückte, sass im Zug ein Militärkamerad, dessen Tante den Sender Viva eröffnet hatte. Der Kamerad  hatte mich beim Sender empfohlen und meinte, dass die Moderation bei Viva etwas für mich wäre. Der Musiksender war kurz zuvor aufgeschaltet worden. So dachte ich mir: Wenn ich bei diesem Sender arbeiten würde, wäre das förderlich für meinen Musikgeschmack. Meine erste Sendung hiess «Sunrise Album Charts» und lief am 6. September 2001. Ich war total nervös. So bin ich in dieses Handwerk hineingewachsen. 

Wie ist es danach weitergegangen?
Danach habe ich lange Zeit hinter der Kamera gearbeitet und viele Sendungen produziert. Ich hatte eine Firma gegründet, die interaktive Sendungen produzierte. Nebenher habe ich «Freakish», eine Jugendpartysendung, gemacht. Dadurch ist dann «Glanz und Gloria» auf mich aufmerksam geworden, weil sie eine neue Partyrubrik lancieren wollten unter dem Titel «Glanz und Gloria feiert mit». Die Macher des TV-Formats dachten, dass ich die optimale Besetzung sei, um Partys zu kraschen.

Verraten Sie uns, wie und wieso Sie ins TV-Format Tacho eingestiegen sind.
Da ich ein passionierter Auto-Fan und -Liebhaber bin, ist die Produktion von Tacho auf mich zugekommen. Es fand ein Casting statt, um die passende Besetzung zu finden, aber ich wurde nicht ausgewählt. Erst als die zweite Staffel an den Start ging, wurde ich ins Team geholt, um die Sendung zu moderieren. Im Frühling kommenden Jahres drehen wir die dritte Staffel. 30 Sendungen sind geplant.

Welche Voraussetzungen wurden von Ihnen verlangt, um Tacho zu moderieren?
Vielleicht eine grosse Klappe zu haben und schnell in den Kurven zu sein (lacht). Nein, es ist sehr viel Liebhaberei dabei. Ich bin kein Spezialist, was Autos betrifft und bin auch kein Automechaniker. Andererseits komme ich Fredy Barth doch sehr nahe, was beispielsweise die Fahrzeiten betrifft. Vielleicht hat man als Bündner einfach gewisse Vorteile beim Fahren durch die vielen Passstrassen. Voraussetzung ist sicher, dass man einen Füherausweis besitzt und den auch nicht verliert.

Welche Erfahrungen und Erlebnisse konnten Sie mit Autos, PS und dergleichen machen, seit Sie die Sendung Tacho moderieren?
Ich bin extreme Autos gefahren. Wie zum Beispiel einen MacLaren 570S oder einen Lamborghini Huracan mit einem Kompressor von 805 PS. Das sind so Momente, die extrem einfahren. Und glücklich machen. Trotzdem wird einem immer wieder bewusst, wie viel Gewalt dahintersteckt und wie schlecht wir eigentlich Auto fahren, mit all der Hilfe, die die heutigen Fahrzeuge dem Lenker bieten. Ohne Hilfe könnte man fast nicht mehr Auto fahren. Vor allem heute, wo durch das Downsizing alles so dezimiert ist, macht es besonderen Spass, solche Autos fahren zu dürfen. 

Welche Themen finden Sie für die Sendung Tacho besonders spannend?
Das ist eine gute Frage. Unser Auftrag ist es nicht, dem Publikum Daten und PS-Zahlen herunterzuleiern. Wenn sich jemand für einen Wagen interessiert, holt er sich die Daten sowieso aus dem Netz. Wir wollen ein Auto-Format produzieren, das jedermann und jedefrau gerne schaut. Die Sendung soll einen Unterhaltungswert haben, aber der Mantel ist ganz klar das Thema Mobilität und Autos. Ich finde das sehr wichtig. In den heutigen Strassenverkehr und in den der Zukunft wird vieles gehören. Das Auto alleine wird dann nur im Stau stehen. 

Wenn Sie sich ein Auto aussuchen könnten: Könnte man Sie auch mit anderen Marken begeistern oder bleiben Sie beim Porsche 911? 
Ich bin ein begeisterter und begnadeter Porsche-Fan und fahre selbst einen 911er 4S. Er wird seit über 50 Jahren an diesem Auto gebaut und weiterentwickelt, und das wird einem als Fahrer auch bewusst. Das Auto ist derart ausgereift, auch in seiner Qualität. Wenn ein Sportwagen nach 5000 bis 10 000 km in die Werkstatt muss, so hat der Porsche 911 halt einen Serviceintervall von 30 000 km. Er ist irgendwie wie ein VW Golf – ein zuverlässiges Alltagsfahrzeug. Er ist ein 4 x 4. Man muss auf nichts achtgeben. Das macht ihn für mich zum perfekten Sportwagen. 

Was fasziniert Sie an der Marke Porsche? 
Es ist die Perfektion, die mich fasziniert, das Handwerk und die Philosophie dahinter. Diese Autos werden nicht auf einer Plattform von anderen Herstellern gebaut. Ein 911er wird in Zuffenhausen gebaut und ist von A bis Z ein Prosche. Es sind auch keine Teile eines anderen Fahrzeugs drin, was heute aus wirtschaftlichen Gründen sehr oft vorkommt. Es würde mich ungemein stören, einen Lamborghini zu fahren, der mit Knöpfen ausgestattet ist, die von einem Audi A3 stammen. Für 300 000 Franken würde ich da mehr Eigenständigkeit erwarten.

Aus welchem Grund die Marke Porsche?
Ich bin sehr viel unterwegs mit meinem Auto und ich habe keine Zeit, dieses herumstehen zu lassen. Klar kann das auch vorkommen, aber ein Porsche ist in der Regel ein zuverlässiges Fahrzeug.

Ihr erstes Auto war ... ?
(lacht) ... ein Opel Kadett. 1,3 Liter oder so. Ein Automat mit drei Gängen. Sozusagen ein Erbstück meiner Grossmutter. In der Farbe Weiss. Grausig. Aber ich hatte eine Riesenfreude mit ihm. (lb)

Lesen Sie das ganze Interview im aktuellen «autowinter»-Magazin.

24. Okt 2016 / 10:16
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