• VW Käfer Restauration
    Manfred Franz und sein restaurierter VW Käfer  (Tatjana Schnalzger)

Ein VW Käfer im Nigelnagelneu-Look

Im Schaufenster der Triesner Garage steht ein schmuckes Auto. Ein Auto mit Sympathiefaktor – und mit freundlichem «Gesicht». Der orangefarbene VW Käfer aus dem Jahr 1971 scheint sich dessen völlig bewusst zu sein, denn er glänzt wie aus dem Ei gepellt. Mit viel Liebe fürs Detail hat Manfred Franz dem rostigen Oldie zu neuem Glanz zu verholfen.
Vaduz. 

Bereits während seiner Lehre zum Automechaniker hat Manfred Franz alte VW Käfer restauriert. «Wir waren eine kleine Szene», erinnert er sich. «Es machte uns Spass, diese Oldies wieder auf Vordermann zu bringen.» So verwunderte es nicht, dass er sich kurz nach der Lehrzeit seinen ersten eigenen Käfer kaufte – und zwar einen «Sparkäfer» Standard aus dem Jahr 1971 in der Farbe Kansas-Beige. «Das ist die billigste Ausführung», erklärt er. «Er ist sehr rudimentär ausgestattet und besitzt das Minimum an Technik. Der Käfer hat zum Beispiel nur eine Sonnenblende und nicht einmal eine Benzinuhr. Zum Restaurieren macht er mir aber am meisten Freude.»
Kaum hatte Manfred Franz den besagten Käfer wieder auf Vordermann gebracht, fuhr er mit ihm an internationale Käfer-Treffen wie dasjenige in Château-d’Oex. Und natürlich entgingen dem geschulten Auge der Kenner die sauber und fachmännisch durchgeführten Restaurationsarbeiten nicht. «Es dauerte nicht lange, bis die ersten Angebote kamen. Und schliesslich verkaufte ich den Käfer mit gutem Gewinn», so der Restaurator.
Aber ein Leben ganz ohne VW Käfer? Das war dann doch nicht sein Ding. Und so recherchierte der Autokenner bereits ein Jahr später wieder im Internet, um ein neues Restaurationsobjekt zu finden. «Es sollte auf jeden Fall erneut ein 71er Sparkäfer Standard sein», so Manfred Franz. Kein einfaches Unterfangen: Grundsätzlich war die Auswahl beschränkt – und falls es ein Angebot gab, war es meist überteuert. Doch wer lange sucht, wird schliesslich fündig. Und so stiess der Triesner eines Tages auf einen orangefarbenen Käfer, der einen ganz guten ersten Eindruck hinterliess. Manfred Franz fuhr sogleich zum Verkäufer, um das Objekt der Begierde selbst in Augenschein zu nehmen. «Doch da merkte ich schnell, dass der schöne Schein trügte. Das Auto hatte überall versteckte Rostblasen. Eine Totalrevision war definitiv fällig. Am Preis musste deshalb noch etwas geschraubt werden.»
Das gelang ihm schliesslich auch, und so zog das orangefarbene Schmuckstück im Herbst 2013 in seine Garage ein. Endlich konnte sich Manfred Franz mit viel Elan in die Restaurationsarbeit stürzen. Ein aufwendiges Unterfangen, denn es galt, das Auto komplett zu zerlegen, die Teile zu restaurieren bzw. gegebenenfalls zu ersetzen und dann den VW Käfer wieder originalgetreu zusammenzubauen. Was heute im Ausstellungsraum der Garage von Manfred Franz steht, ist das Resultat von rund eineinhalb Jahren Schwitzen, Polieren, Tüfteln und Zusammenbauen. «Deshalb ist der Käfer auch unverkäuflich», betont sein Besitzer. «Die Arbeit, die ich ihn gesteckt habe, liesse sich nicht aufrechnen.» (ne)

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung der Käfer-Restauration können Sie im «autowinter»-Magazin vom 27. Oktober 2015 nachlesen.

27. Okt 2015 / 06:00
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