• 20171202 Liewo-Porträt Stefan Bärtsch (mit brille) und Philip Meier in Mels
    Kleine Brauereien in der Region spüren von der WM eher weniger, da ihre Produktion nicht für Grossanlässe wie Public Viewings ausgelegt ist. Der private Konsum ist für sie mehr von Bedeutung.  (Nils Vollmar)

Wetter bestimmt Konsum

Permanent anhaltender Sonnenschein und die Fussball-WM treiben den Bierkonsum in die Höhe. Für die regionalen Produzenten spielt das Grossereignis im Sommer 2018, was den Verkauf betrifft, kaum eine Rolle.

Eigentlich steht der Bierkonsum seit 1992 unter keinem so guten Stern: Die Branche leidet unter einem Rückgang des Konsums von 24 Prozent innerhalb der vergangenen 25 Jahren. Konsumierte Anfang der 1990er-Jahre jeder Schweizer noch 71 Liter (237 Stangen Bier) im Jahr, waren es 2017 gerade mal noch 54,3 Liter (181 Stangen). Zudem besagt ein ungeschriebenes Gesetz, dass der Bierumsatz in Kombination mit Fussball-Ereignissen nur bei schönem Wetter einen positiven Effekt auslöse.

Diese Voraussetzung war hier während der WM in Russland mehr als gegeben. Davon profitieren vor allem die fünf grossen Produzenten, welche laut SRF 84 Prozent des Marktes in der Schweiz abdecken. Die regionalen Brauereien dagegen besitzen selten genug Kapazitäten, um Grossveranstaltungen wie Public Viewings komplett zu beliefern. Doch sind sie bei kleinen Festen wie Hochzeiten, Geburtstagen oder Grillpartys eine gern gesehene Abwechslung zum herkömmlichen Bier vom Grossverteiler, da sie speziell sind und auch individuelle Etiketten herstellen. Weiter leben sie von der Mund-zu-Mund-Propaganda und pflegen eine rege Stammkundschaft.

Begrenzte Kapazitäten

Durch ihre Regionalität sind ansässige Restaurants und Dorfläden auf die kleinen Brauereien in der Umgebung aufmerksam geworden. Da diese nicht das klassische Lagerbier, wie es die meisten Grossproduzenten herstellen, sondern Spezialbiere brauen, kommt ihnen zugute. Doch ist es bei den meisten Brauern in der Region «nur» ein Hobby, während sie einem Vollzeit-Job nachgehen. So auch Thomas Kägi von der Föhrenbier Manufaktur in Sargans. Er und seine Geschäftspartnerin sind erst kürzlich in die Welt der Brauer eingestiegen, doch für ihre Verhältnisse bereits gut ausgelastet – auch ohne die Fussball-WM. «Unsere Kapazitäten sind noch sehr begrenzt», begründet er.

Angefangen mit dem Brauen hat er 2017 in der eigenen Wohnung. Zu Beginn dieses Jahres zog er mit seiner Brauerei in die Militärküche in Sargans. Damit hat sich seine Produktion vereinfacht. Einen Rückgang vom allgemeinen Bierkonsum sei Kägi nicht aufgefallen, lediglich dass der Konsum von Standardbier zurückgehe. «Kleine Brauereien, wie wir eine sind, produzieren spezielle Biere», erzählt er weiter. Zwar stellen sie auch ein Standardbier her, das sei aber süffiger und enthalte mehr Aroma. «Saisonale Biere brauen wir nur in kleinen Mengen und passen sie im Geschmack der jeweiligen Jahreszeit an.»

Der ganze Bericht in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Wirtschaft Regional»

14. Jul 2018 / 13:00
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)

Verwandte Artikel

Lesertrend
Meistgelesen
21. September 2018 / 17:16
20. September 2018 / 19:53
21. September 2018 / 11:49
21. September 2018 / 11:08
21. September 2018 / 20:49
Meistkommentiert
06. September 2018 / 16:29
13. September 2018 / 06:16
13. September 2018 / 12:13
20. September 2018 / 10:14
Aktuell
21. September 2018 / 21:49
21. September 2018 / 21:03
21. September 2018 / 20:49
21. September 2018 / 20:46
21. September 2018 / 19:10
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
Spargel
Gewinnen Sie einen Gutschein im Wert von 300 Franken von Elektro Hasler in Eschen
05.09.2018
Facebook
Top