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    Wohin geht die Reise in den kommenden Monaten für Sparer und Anleger? Bild: iStock  (fotogaby)

Was Sparern künftig blüht

Müssen sich Sparer langfristig mit tiefen Zinsen begnügen? Peter Goller, der Chefökonom, und weitere Anlageexperten der Liechtensteinischen Landesbank erklären, was Anleger in den kommenden Jahren erwarten dürfen. Es gibt gute Nachrichten für Sparer.

In den letzten zehn Jahren entstand den Sparern in Österreich durch ihr Beharren auf klassischen Anlagen wie dem Sparbuch ein jährlicher Verlust in Höhe von 2,2 Milliarden Euro, sagt Bank-Austria-Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer. In der Schweiz und Liechtenstein sieht es nicht anders aus: Mit den künstlich niedrig gehaltenen Zinsen kommt es zu einer schleichenden Enteignung derjenigen, die Geld zum Beispiel in Anleihen angelegt haben, was in der Schweiz die grosse Mehrzahl der Bevölkerung ist. Vor allem Pensionskassen investieren in solche festverzinslichen Wertpapiere. Weil der wirtschaftliche Ausblick in vielen Industrienationen gut aussieht, hoffen Experten aber auf ein Ende der Negativzinsen. 

Der Aufschwung in der Eurozone ist laut Peter Goller, Chefökonom der Liechtensteinischen Landesbank (LLB), breit abgestützt, es wird mehr konsumiert und auch die Unternehmen investieren mehr. Die Eurozone wird 2018 voraussichtlich im zweiten Jahr in Folge real um zwei Prozent oder leicht darüber wachsen, gleiches gilt für die USA. Sollten dazu noch die aktuell diskutierten US-Steuersenkungen beschlossen werden, würde das Wachstum entsprechend höher ausfallen, weil die Steuersenkungen schuldenfinanziert wären. 

Ende der expansiven Geldpolitik

«Starkes Wachstum und zunehmende Auslastung der Produktionskapazitäten werden in den USA zu weiteren Zinserhöhungen führen, im Euroland wird die EZB die geldpolitischen Krisenmassnahmen zögerlich beenden», erklärt Peter Goller weiter. Ab Januar 2018 wird die EZB den Umfang der monatlichen Wertpapierkäufe auf 30 Milliarden Euro halbieren. Weil sie jene aber bis September nächsten Jahres noch fortsetzen will, ist mit einer Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank nicht vor dem Jahr 2019 zu rechnen. (dal)

Das ganze Interview in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Wirtschaft Regional»

 

 

02. Dez 2017 / 14:30
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