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    David Christian Bauer sieht Fehlentwicklungen innerhalb des Systems. Bild: iStock  (SARINYAPINNGAM)

Sorge um den Treuhandplatz

Ein Anwalt einer renommierten Kanzlei sorgt sich um den Standort Liechtenstein. Gefahr ortet er vor allem von innen heraus. Die Treuhandkammer wehrt sich entschieden. Sie spricht vom Versuch, dem Finanzplatz zu schaden.

David Christian Bauer sorgt sich um den Treuhandstandort Liechtenstein. Der Rechtsanwalt arbeitet bei der renommierten, internationalen Kanzlei DLA Piper in Wien und kennt das liechtensteinische Stiftungswesen. In einem Kommentar in «Wirtschaft regional» (Seite 6) erklärt er, dass sich die unzufriedenen Stimmen in der Beratungspraxis mehren würden. So mancher Mandant mache sich bereits auf die Suche nach Alternativen. Grund dafür sieht er nicht im rechtlichen Regime, sondern in Fehlentwicklungen innerhalb des Systems. Die Vorwürfe sind happig: So würden Eingriffsrechte des Stifters nur halbherzig beachtet und umgesetzt, Begünstigte erhalten kaum Auskunft oder wiederum andere Stiftungen würden fortgeführt, obwohl sich seit langem keine Begünstigten mehr finden würden. Deren Aufgabe sei es dann nur noch, den Organen und Beratern ein fortlaufendes Einkommen zu verschaffen. Mit seinem Fachbeitrag will Bauer nach eigener Aussage keine Alarmstimmung verbreiten, sondern dazu beitragen, die Debatte innerhalb des Landes anzustossen. 

«Bösartig» und «unrichtig»

Auf die Vorwürfe reagiert die Treuhandkammer auf Anfrage heftig: «Die entsprechenden Ausführungen des Artikels des Anwalts sehen wir nicht nur als tendenziös, unsachlich, aus dem Zusammenhang gerissen und unrichtig an, sondern stufen sie (abgesehen von der Einleitung, die sich noch um Lob und ein gewisses Mass an Objektivität bemüht) geradezu als bösartig ein. Sie suggerieren die Absenz nicht nur jedweden Gewissens, sondern des ganzen Rechtsstaates. Wir können uns dabei auch nicht des Eindrucks erwehren, dass damit unter dem Deckmantels des «Wachrüttelns» versucht wird, den Ruf des Finanzplatzes zu schädigen.» Man sehe in der Form des Kommentars vielmehr als ruchlose Marketingaktion eines Anwalts, welcher bei einem inländischen Anwalt zweifelsohne standesrechtliche Folgen hätte. (ags)

Der ganze Bericht in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Wirtschaft Regional»

 

16. Dez 2017 / 12:00
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