• Firmenportrait Paxmatic in Haldenstein
    Roland Schierle, Geschäftsführer Paxmatic mit einer vollautomatischen Verpackungsanlage. Bild: Daniel Schwendener  (Daniel Schwendener)

Die Stärke liegt in der Nische

Erst die Verpackung macht ein Produkt verkaufbar – doch wird sie sogleich nach dem Kauf des Produktes aufgerissen und entsorgt. Hinter dieser Plastiktüte stecken intelligente Maschinen, Sensoren und eine Firma, welche dies überhaupt möglich macht.

Seit 2004 leitet Roland Schierle die Geschicke der Paxmatic in Haldenstein. Da die Firma noch immer den Namen des Vorgängers J.Willi Sohn & Co AG trug, sorgte er für einen neuen, originellen Namen. 1978 kaufte Schierles Vater die Firma und wandelte sie zu einer Herstellerin von Verpackungsmaschinen um. Der Namenswechsel aber erfolgte erst 2013. «Seit diesem Zeitpunkt fühlt es sich auch an wie meine Firma», erzählt Schierle. Der Name Willi hätte einfach nicht mehr gepasst, da er nichts mit der Familie zu tun hatte. «Da bereits einige Firmen der Branche ‹Pack› im Namen integriert hatten, entschieden wir uns für ein ‹x› anstatt ‹ck›», erläutert er das Wortspiel. Bis Roland Schierle die Geschäftsführung übernahm, konstruierte die Firma mehrheitlich Standardmaschinen. Nun aber entwickelte sie sich zu einer Herstellerin von Spezialanfertigungen. «Diese Nische ist sicherlich ein Grund, warum wir uns gut auf dem Markt behaupten können», so Schierle. Darum produziert die Paxmatic nur auf Kundenwunsch. Die Konstruktion erfolgt in 3D. Sobald der Kunde den Vorschlag akzeptiert, wird die Maschine gebaut. Wenn sie fertiggestellt ist, starten die Probeläufe. Laufen diese einwandfrei ab, kommt der Kunde vorbei und nimmt die Anlage ab. Die Maschine wird demontiert und beim Kunden wieder aufgebaut.

Kritische Wartezeiten

Womit der Bündner aber regelmässig zu kämpfen hat, ist, die richtigen Fachleute zu finden. «Wir haben Fachleute aus dem umliegenden Ausland angestellt, da wir in der Schweiz keine gefunden haben», bemerkt er. Aufträge hätte er genug. Momentan sei die Firma sehr zurückgebunden, da die Kapazitäten knapp sind. «Bei uns beträgt die Lieferzeit mittlerweile ein Jahr. Die ideale Lieferzeit wäre drei Monate. Mit genügend Fachkräften wäre dies auch machbar», fügt der Geschäftsführer hinzu. «Damit wir nicht mehr alles selbst herstellen müssen, greifen wir vermehrt auf Zulieferanten zurück, um effizienter zu werden.» Die Profile aus Aluminium  und Feinheiten bearbeitet die Firma selbst. Die Röhren werden individuell angepasst. Schweiss- und Biegearbeiten nehmen sie selbst vor. (ms)

Das ganze Interview in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Wirtschaft Regional»

 

 

25. Nov 2017 / 14:00
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