• Swiss Mountain Village and Charming Old Chalets in Summer
    Nebst den Berggebieten fragen nun auch die Agglomerationen nach Altholz. Bild: iStock  (JurgaR)

Altes Holz erhält neues Leben

Altholz scheint in der Schweiz wieder gefragt zu sein – und das auch in der Region. Die Nachfrage war bisher vor allem in den Berggebieten vorhanden, nun verstärkte sich diese auch in den Agglomerationen: Ein lukrativer Nischenmarkt für die Holzhändler.

Schon seit 20 Jahren werden in den alpinen Regionen wie dem Bündnerland, Berner Oberland und Wallis Ferienhäuser aus massiven Balken und Brettern aus Altholz gebaut. Nun hat sich aber die Nachfrage nach traditionellen Holzhäusern noch einmal verstärkt. Und das nicht in den typischen Berggebieten, sondern in den Agglomerationen, um den Charme der Holzhäuser ins Eigenheim zu bringen. Das Baumaterial dazu stammt von alten Bauernhöfen, Ställen oder Nutzgebäuden, die abgerissen wurden. Zum Teil sind diese Balken mehrere hundert Jahre alt – Bretter und Fussböden, die aufbereitet und anschliessend wieder verkauft werden. Darum ist auch das vorhandene Angebot deutlich begrenzt. Zudem dauert der Abbruch eines solchen Objektes wesentlich länger als der eines normalen Gebäudes.

Alpenchic wird beliebter

Die Branche erfreut sich vor allem  beim Innenausbau von Ferienhäusern und Hotels an der wachsenden Beliebtheit des sogenannten Alpenchics, wobei das alte Holz oder auch ein entsprechendes Imitat hauptsächlich als Designelement eingesetzt wird. Um das zu erreichen, imitiert ein Digitaldruck die Optik und Struktur des antiken Holzes. Die Trägerplatte besteht dabei aus einer dreischichtigen Fichten- und Spanplatte. Der Trend gehe klar Richtung Halbfabrikate. «Der Handel bietet geeignete Werkstoffe und es gibt je länger desto mehr Schreiner, die dieses Handwerk beherrschen», berichtet Daniel Furrer, Bereichsleiter Technik und Betriebswirtschaft beim Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten. «Wenn man den Look mag, aber nicht bereit ist, zu tief in die Tasche zu greifen, ist ein Imitat eine preiswerte Alternative», meint René Siegrist, Kundenberater bei Kuratle & Jaecker. (ms)

Das ganze Interview in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Wirtschaft Regional»

 

 

21. Okt 2017 / 15:20
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