• Couple standing in front of their new home.
    Für Hypothekarschuldner könnte sich mit der Umstellung einiges ändern. Bild: iStock  (courtneyk)

Ablösung des Libor kommt

Der derzeit weltweit führende Referenzzinssatz Libor hat turbulente Zeiten hinter sich. 2021 ist der Referenzzinssatz aber Geschichte. Deshalb bereitet die Schweizerische Nationalbank schon mal eine Alternative vor. Die liechtensteinischen Banken beobachten die Entwicklung genau.

Der Libor steht vor dem Aus. Spätestens 2021 wird der derzeit weltweit wichtigste Referenzzinssatz wohl endgültig verschieden. Dann sind die Banken in London nicht mehr verpflichtet, Angaben zur Berechnung des Libor zu liefern, wie die britische Finanzmarktaufsicht im Sommer verlauten liess. Der Referenzzinssatz steht seit Längerem in der Kritik. Am lautesten wurde sie, als vor sechs Jahren bekannt wurde, dass Mitarbeiter von Grossbanken die Sätze des Libor manipuliert haben, um sich Vorteile zu verschaffen. Wie Dewet Moser, Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vor einem Monat bekanntgab, haben aber die anschliessenden Verbesserungen nichts gebracht: «Trotz aller Bemühungen, die ergriffen wurden, scheint es unmöglich zu sein, den Libor wieder als glaubwürdigen, robusten und stabilen Massstab etablieren zu können.» Deshalb geht die SNB jetzt eigene Wege und suchte eine bessere und stabilere Alternative. 

Der Saron steht bereit

Diese scheint nun gefunden. Die nationale Arbeitsgruppe für Referenzzinssätze empfiehlt den Saron als Ersatz für den Franken-Libor. «Diese empfiehlt den Saron als Alternative zum CHF-Libor» erklärt die VP Bank auf Anfrage. Dies, weil der Saron liquide ist, auf tatsächlichen bzw. verbindlichen Offerten basiert und die Grundsätze der International Organization of Securities Commissions (IOSCO) befolgt. «Ein wichtiger Unterschied zwischen CHF-Libor und Saron ist die Besicherung», so die Bank weiter. Der Saron ist besichert, während der Libor unbesichert ist. Das Potenzial einer unbesicherten Alternative wurde analysiert, allerdings mit negativem Ergebnis. (ags)

Das ganze Interview in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Wirtschaft Regional»

 

 

03. Nov 2017 / 12:00
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