• Der Milchverarbeiter Emmi konnte mit einem starken zweiten Halbjahr das schwache erste Semester kompensieren. (Symbolbild)
    Der Milchverarbeiter Emmi konnte mit einem starken zweiten Halbjahr das schwache erste Semester kompensieren. (Symbolbild)  (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Emmi 2017 leicht gewachsen

Dank einem starken zweiten Halbjahr ist der Milchverarbeiter Emmi im letzten Jahr leicht gewachsen. Zukäufe und höhere Umsätze im Ausland vermochten die Einbussen im Heimmarkt wettzumachen.
Luzern. 

Emmi erwirtschaftete 2017 einen Konzernumsatz von 3,36 Milliarden Franken. Das entspricht einem Zuwachs von 3,2 Prozent gegenüber 2016. Organisch, das heisst ohne Berücksichtigung von Zukaufs- und Währungseffekten, stieg der Umsatz um 0,5 Prozent. Zuvor hatte Emmi einen leichten Rückgang prognostiziert. Die im August abgegebene Gewinnprognose für 2017 wurde bestätigt.

Umsätze im Heimatmarkt weiter rückläufig

Im Schweizer Markt hatte Emmi weiterhin mit Import- und Preisdruck zu kämpfen und musste erneut einen Umsatzrückgang hinnehmen. 2017 betrug das Minus 0,6 Prozent. Die Einbussen der ersten Jahreshälfte konnten bis Ende Jahr aber weitgehend kompensiert werden, unter anderem durch gestiegene Umsätze im Schweizer Detailhandel.

Konkurrenzprodukte aus dem Ausland drückten auf die Verkäufe von Emmis Käse- und Frischkäseprodukten. Weitgehend stabil blieben die Schweizer Verkäufe von Molkereiprodukten wie Milch, Rahm oder Butter. Bei den Frischprodukten verzeichneten Marken wie Caffè Latte, Jogurtpur und Energy Milk steigende Umsätze, während Yoqua und die Eigenmarken rückläufig waren.

Wachstum im Ausland dank Zukäufen und Nischen

Erfolgreicher war Emmis zweitgrösste Division Americas. Diese umfasst neben den USA, Kanada, Chile, Tunesien, Spanien und Frankreich neu auch Mexiko. Das Umsatzwachstum von 84 Millionen Franken verdankt Emmi unter anderem den Beteiligungen an anderen Nahrungsmittelherstellern. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte resultierte ein Plus von 4,1 Prozent.

Besonders die Märkte Tunesien und USA trugen dazu bei. In Tunesien verzeichneten die unter der Marke Vitalait vertriebenen Jogurts, Desserts und Milch deutlich höhere Umsätze. In den USA konnte Emmi den Absatz von lokal hergestelltem Kuh- und Ziegenmilchkäse steigern.

Ebenfalls auf Wachstumskurs ist die Division Europa. Auch hier profitierte Emmi von Beteiligungen an anderen Milchverarbeitern. Der organische Umsatz wurde um 0,8 Prozent gesteigert. Entscheidende Erfolgsfaktoren waren das Umsatzwachstum beim Biomilch-Spezialisten Gläserne Molkerei und beim Ziegenmilchpulver (AVH dairy) sowie das stabilisierte Dessertgeschäft.

Ein organischer Rückgang von 9,7 Prozent resultierte in Emmis kleinster Division Global Trade. Hierzu zählen Direktverkäufe in Länder, in denen Emmi keine eigenen Gesellschaften hat. Emmi begründet dies mit verhaltenen Milchverkäufen in China und tieferen Käseumsätzen in Russland. Besser entwickelten sich hingegen die Frischprodukte in Hongkong und Singapur sowie die Käseumsätze in Brasilien.

Gesamthaft gesehen schreitet die Internationalisierung des Geschäfts voran. Der Umsatzanteil, den Emmi im Ausland erzielte, stieg im letzten Jahr von 47 auf 49 Prozent. (sda)

08. Feb 2018 / 09:06
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