• Freude beim FC Lugano: Die Tessiner entführen aus Thun drei Punkte
    Freude beim FC Lugano: Die Tessiner entführen aus Thun drei Punkte  (KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Der jüngste Spezialist für Auswärtsspiele

Der FC Lugano holt den Hauptanteil seiner Punkte neuerdings auf fremden Plätzen. Das 2:0 in Thun ist der dritte Auswärtssieg in Serie nach jenen in St. Gallen und bei GC.
Fussball. 

Den Mannschaften gehörte je eine Halbzeit. Die Thuner hätten durchaus mit einer 2:0-Führung in die Pause gehen können. Sie traten nicht nur dominant auf, sondern waren auch zweimal nahe am Torerfolg. Moreno Costanzo setzte einen Freistoss, gegen den Luganos Goalie David Da Costa nichts hätte ausrichten können, aus rund 20 Metern an die Latte. Später kam Simone Rapp seitlich vom Tor, aber immer noch in sehr günstiger Position zu einer Direktabnahme. Der Versuch landete in Da Costas Armen und Beinen.

Während die Mannschaft von Trainer Marc Schneider mit Beginn der zweiten Halbzeit stark abbaute, spielten die Tessiner plötzlich viel druckvoller. Schon bald hätte Schiedsrichter Lionel Tschudi den Gästen einen Penalty zusprechen müssen, nachdem der eingewechselte Nelson Ferreira den Tessiner Stürmer Mattia Bottani im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Da Bottani allein vor Goalie Francesco Ruberto aufgetaucht war, hätte es im Falle eines Penaltys wohl auch die Rote Karte gegen Ferreira geben müssen.

Die Luganesi gingen also nur mit Pech nicht in Führung. Aber die Szene leitete ihre beste Phase des Spiels ein. Junior Carlinhos verwertete in dieser Druckperiode nach 58 Minuten mit einer wunderbaren Direktabnahme gegen seine Laufrichtung eine Flanke von Dragan Mihajlovic. Nur acht Minuten später verhinderte Ruberto mit einer Glanzparade gegen Carlinhos das sicher scheinende 2:0. Obwohl noch fast eine halbe Stunde zu spielen war, liess sich Lugano nie mehr in den eigenen Strafraum zurückdrängen.

Aus Thuner Sicht war die zweite Hälfte ungewöhnlich enttäuschend. Noch während des Spieles machten sich einige Thuner gegenseitig Vorwürfe. In der Defensive schnitzerten sie so oft wie normalerweise in drei Spielen nicht.

In der Nachspielzeit vergab auch Davide Mariani allein vor Ruberto das 2:0. Zwei Minuten später, praktisch mit dem Schlusspfiff, holte es Alexander Gerndt nach.

Telegramm:

Thun - Lugano 0:2 (0:0)

4088 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 58. Carlinhos (Mihajlovic) 0:1. 95. Gerndt 0:2.

Thun: Ruberto; Bürgy, Gelmi, Righetti; Lauper; Glarner (41. Ferreira), Hediger, Costanzo (63. Tosetti), Kablan; Rapp, Sorgic (63. Spielmann).

Lugano: Da Costa; Rouiller, Sulmoni, Golemic; Mihajlovic, Sabbatini, Ledesma, Daprelà (52. Yao); Mariani; Bottani (68. Gerndt), Carlinhos (81. Vecsei).

Bemerkungen: Thun ohne Bigler, Rodrigues, Alessandrini, Hunziker, Facchinetti, Schäppi (alle verletzt) und Faivre (krank). Glarner verletzt ausgeschieden. Lugano ohne Jozinovic, Piccinocchi, Crnigoj (alle verletzt) und Marzouk (nicht im Aufgebot). Daprelà verletzt ausgeschieden. 20. Freistoss von Costanzo an die Latte. Verwarnungen: 18. Ledesma (Foul), 35. Carlinhos (Foul), 40. Hediger (Foul). 43. Golemic (Foul), 51. Bottani (Reklamieren), 83. Rapp (Foul). (sda)

16. Dez 2017 / 21:08
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