• Tom Lüthi (hinten rechts) muss sich seinen Platz im Zentrum in der MotoGP erst noch erkämpfen
    Tom Lüthi (hinten rechts) muss sich seinen Platz im Zentrum in der MotoGP erst noch erkämpfen  (KEYSTONE/EPA/NOUSHAD THEKKAIL)

"Welcome to MotoGP"

Mit dem offiziellen Gruppenfoto der MotoGP-Fahrer geht die Vorbereitung auf die Saison 2018 in Losail zu Ende. Ab Freitag gilt es für Tom Lüthi beim Grand Prix von Katar erstmals ernst.
Motorrad. 

Im Licht der untergehenden Sonne gruppierten sich die MotoGP-Fahrer auf der Start-Ziel-Geraden des Losail International Circuit zum offiziellen Foto zur Saison 2018. Weltmeister Marc Marquez erhielt den Platz mitten in der vordersten Reihe, flankiert von den Werksteams der "Königsklasse" und Stars wie Valentino Rossi, Jorge Lorenzo oder Andrea Dovizioso.

Im Gegensatz zum Vorjahr, als Tom Lüthi beim Moto2-Foto den prominenten Platz vorne in der Mitte besetzte, ist der Schweizer nun nach hinten gerutscht. Aus der dritten und hintersten Reihe ganz rechts posierte der Schweizer für die zahlreichen Fotografen in der hellblauen Lederkombi seines neuen Teams Marc VDS Honda. "Diese Woche habe ich für mehr Fotos posiert als jemals zuvor", schmunzelt Lüthi. Als er darüber eine Bemerkung gemacht habe, hätten die anderen MotoGP-Fahrer nur gegrinst und gemeint: "Welcome to MotoGP."

"Weiss noch nicht, wie ich reagieren muss"

Lüthis Position beim offiziellen Gruppenfoto dürfte wohl widerspiegeln, was den 31-jährigen Emmentaler in seiner ersten Saison in der MotoGP-Klasse erwartet: ein Platz in den hinteren Reihen. Nicht nur, dass seine Konkurrenz die "Crème de la Crème" des Motorsports ist. Lüthi hat im letzten Herbst wegen seines Fussbruchs vier Testtage verpasst, die ihm nicht nur kilometermässig, sondern auch auf mentaler Ebene fehlen. "Die Honda ist noch nicht mein Motorrad. In vielen Situationen weiss ich noch nicht genau, wie ich reagieren muss", gibt Lüthi zu. "Im Gegensatz zur Moto2 muss man beispielsweise viel mehr mit der Hinterrad-Bremse arbeiten. Ich fahre bewusster und weniger instinktiv. Ausserdem ist die Konkurrenz unheimlich stark. Auf Fehler der Gegner zu warten, bringt nichts."

Dennoch dominiert die Vorfreude auf die MotoGP-Klasse beim Schweizer sichtlich. "Es ist wirklich cool, dass ich dabei bin", sagt Lüthi mit glänzenden Augen, "doch ich will nicht nur mitfahren, um mitgefahren zu sein. Ich will mich verbessern und nach vorne kommen." Lüthi musste 31 Jahre alt werden, um seinen Traum von der Königsklasse zu erfüllen. Trotz der alles andere als optimalen Saisonvorbereitung, trotz eines Einjahres-Vertrages, der Lüthi bei zu schlechten Resultaten unter Druck setzen könnte. Das Motto für ihn bleibt: "Welcome to MotoGP." (sda)

15. Mär 2018 / 18:09
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