• Tischtennis
    Der TTC Triesen hat dem Tischtennis zu etwas Popularität im Land verholfen.  (Rudi Schachenhofer)

Triesen – das Mekka des Tischtennis

Seit fast 40 Jahren ist Triesen das Aushängeschild des Tischtennissports in Liechtenstein. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie alles mit einer alten Küchentür begann und bis hin zum zweifachen Seniorenweltmeister Ding Yi führte.

Tischtennis – oder umgangssprachlich Ping Pong – hat wahrscheinlich jeder schon mal gespielt. Doch als Sportart ist Tischtennis eher unbekannt. Und das obwohl gerade in Liechtenstein einer der besten Tischtennisclubs der Region beheimatet ist. Der TTC Triesen ist seit bald 40 Jahren das Aushängeschild des Liechtensteiner Tischtennis.

Alles begann mit einer alten Küchentür

Der Grundstein zur Gründung des TTC Triesen wurde 1980 im Tenn der Familie Bargetze gelegt, wo eine alte Küchentür kurzerhand zu einem Ping-Pong-Tisch umfunktioniert wurde. Allmählich entwickelte sich die Idee, einen Verein zu gründen und so riefen ein paar junge Triesner am 26. Oktober 1980 den Tischtennisclub Triesen ins Leben. Zu den Gründungsmitgliedern zählten zehn Männer und eine Frau, die dem Tischtennissport in Liechtenstein zu etwas Popularität verhelfen wollten.
Erster Präsident des TTC Triesen war Silvio Bargetze. Gemeinsam mit Vize-Präsident Norbert Negele engagierte er sich für ein aktives und intaktes Vereinsleben. Unter der Leitung von Norbert Negele fand 1987 zum ersten Mal ein Sommerlager statt, für das der TTC Triesen internationale Trainer aus Schweden und der Schweiz engagierte. Dieses Trainingslager sprach sich auch über dem Rhein herum und so konnte es gut zehn Jahre auf hohem Niveau durchgeführt werden. Dass Tischtennis aber immer noch eine Randsportart ist, zeigte sich vor rund 15 Jahren. Der TTC Triesen fusionierte mit Sargans, dem damals wegen fehlender Club-Führung das Aus drohte. 
Ein Grund für die Konstanz des Triesner Tischtennisclubs ist sicher auch die Tatsache, dass der TTC über Jahre unter der gleichen Führung agierte. Zwölf Jahre lang setzten sich Gründungspräsident Silvio Bargetze und Vize Norbert Negele mit Leib und Seele für das Bestehen und Vorankommen des Vereins ein. 1992 übernahm Rainer Vetsch das Amt des Präsidenten und übte dieses sogar 23 Jahre aus. 2015 übergab er sein Amt dem aktuellen Präsidenten Michael Oehri.

Triesner Festspiele bei Landesmeisterschaften

Sportlich gesehen ist der TTC Triesen die Nummer 1 in der Region. Die erste Mannschaft spielt in der 2. Liga und verpasste in der letzten Saison den Wiederaufstieg in die 1. Liga um nur gerade zwei Punkte. Auch die zweite Mannschaft zählt zu den besten Teams der Region. Dennoch mussten sie in der abgelaufenen Saison lange gegen den Abstieg kämpfen und hielten sich nur mit etwas Glück in der 3. Liga.
Dank dieser guten Mannschaften überrascht es keineswegs, dass der Tischtennisclub Triesen die Landesmeisterschaften dominiert. In diesem Jahr fanden die Landesmeisterschaften in Triesen statt und so kam zur Favoritenrolle noch zusätzlich der Heimvorteil hinzu. Dieser Favoritenrolle wurden die Triesner dann auch gerecht und so sicherten sie sich in den sechs ausgetragenen Kategorien vier Mal Gold, vier Mal Silber und fünf Mal Bronze.

Ding Yi unterstützt das Nachwuchstraining des TTC

Wie fast für jeden Sportverein in der Region spielt die Nachwuchsförderung auch beim Tischtennisclub Triesen eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund versuchen die Verantwortlichen die Junioren-Trainings stetig zu optimieren. Im vergangenen Jahr fand erstmals ein Weiterbildungskurs für Junioren in Triesen statt und lockte viele Nachwuchsspieler aus der Umgebung in die Halle nach Triesen.
Ab letztem Herbst konnte der TTC Triesen auf die Trainer-
erfahrungen von Ding Yi zählen. Ding Yi ist ein österreichischer Tischtennisspieler, der vier Mal an Olympischen Spielen und an sieben Weltmeisterschaften teilnahm. 2008 und 2010 sicherte sich Ding Yi den Seniorenweltmeistertitel im Einzel. Er unterstützt alle zwei Wochen das Nachwuchstraining des Tischtennisclub Triesen und hilft auch den Erwachsenen, sich sportlich weiterzuentwickeln. (rb)

07. Jun 2018 / 13:13
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