• Gemeindepolizei Triesen
    Faustino Navarros Dienstauto – tagaus, tagein setzt sich der Gemeindepolizist für Ruhe, Ordnung und Sicherheit in der Gemeinde ein.  (Daniel Schwendener)

Im Dienst für die Sicherheit der Gemeinde

Seit dem 2. Mai hat Triesen einen neuen Gemeindepolizisten: Nachdem Heinz Rüdisühli sich in die Pension verabschiedet hat, sorgt nun Faustino Navarro in der Gemeinde für Ruhe und Ordnung. Das «Vaterland» hat ihn in seinem neuen Büro besucht.
Wechsel. 

Einen ganzen Monat blieb ihm Zeit, um sich in die Aufgaben des Gemeindepolizisten einarbeiten zu lassen – «jetzt geht mein Kollege Heinz Rüdisühli in die Pension», sagt Faustino Navarro. Danach wird er den Posten alleine besetzen. Bei dringenden Fragen darf er im Notfall aber bestimmt mal anrufen, oder? Heinz Rüdisühli zuckt mit den Schultern. Er wolle seine Pension dann schon geniessen, sagt er schmunzelnd und klopft Fausi freundschaftlich auf die Schultern. Man merkt: Die beiden kennen sich nicht erst seit dem 2. Mai – der Tag, an dem Faustino die Stelle als Triesner Gemeindepolizist angetreten hat. Heinz Rüdisühli ist der Obmann der Rettungshundegruppe Liechtenstein, bei der auch Faustino Mitglied ist.

Vom Landespolizisten zum Gemeindepolizisten
Nicht unbekannt ist dem 47-Jährigen auch die Polizeiarbeit – 14 Jahre lang war Faustino bei der Landespolizei tätig. 2004 begann er als Bereitschaftspolizist, womit er einen Einblick in die polizeiliche Tätigkeit bekam. «Es passte mir», erzählt Faustino. So hängte der gelernte Heizungsmonteur seinen damaligen Job als Chauffeur – erst Lastwagen, dann Postauto – an den Nagel und absolvierte die Ausbildung an der Polizeischule in Sempach, Luzern. Zwei Jahre lang arbeitete er dann bei der Landespolizei in der Abteilung Sicherheit, danach lange im Bereich Verkehr und schliesslich besetzte Faustino mehrere Monate lang die Notrufeinsatzzentrale. Mit dem Job des Gemeindepolizisten habe er schon ein Weilchen geliebäugelt, erzählt er. Vor einem Monat durfte er nun sein Büro in der Triesner Gemeindeverwaltung beziehen. Während bei der Landespolizei über 100 Angestellte arbeiten, ist Fausi als Gemeindepolizist quasi sein eigener Chef. Sein Auftrag aber ist gleich geblieben: Für Ruhe, Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Eine Herausforderung, der sich Faustino gerne stellt – sein Background: ein breites Fachwissen. Seine Stärke: Ruhe und Besonnenheit. Was ihn als Landespolizist auszeichnete, wird ihn auch als Gemeindepolizist begleiten.

Zu seinen täglichen Aufgaben gehört beispielsweise die Kontrolle der Sicherheitsbestimmungen bei Baustellen, die Überwachung von öffentlichen Spielplätzen, die Parkplatz-Bewirtschaftung, die Präsenz bei Veranstaltungen und nicht zuletzt natürlich auch die Schulwegsicherung. Was diese anbelangt, ist Faustino über die Tatsache, dass die Bushaltestelle bei den Weiterführenden Schulen derzeit umgebaut wird, sehr glücklich. Die Schüler müssen nicht mehr unmittelbar an der Strasse auf den Bus warten, sondern haben mit der umgestalteten Haltestelle einen deutlich verbesserten Aufenthaltsort. Derzeit wird die Fahrbahn bergseitig verlegt, um Platz für die Ausbuchtung zu schaffen – im August, pünktlich aufs neue Schuljahr, sollen die Arbeiten gemäss Plan erledigt sein. Derweilen wird der Gemeindepolizist vermehrt vor Ort präsent sein, um die Sicherheit der Kinder bestmöglich zu gewährleisten.

Fausis grosses Hobby, das «Hündala»
Faustino Navarro ist sieben Tage lang 24 Stunden erreichbar. Während seinen Ferien vertritt ihn der Gemeindepolizist aus Balzers, für den Faustino auch umgekehrt die Ferienvertretung macht. Freizeit geniessen darf der Gemeindepolizist nach wie vor. Zum Beispiel dann, wenn sich Faustino seinem grossen Hobby widmet: Dem «Hündala», wie er sagt. Denn neben seiner Frau und seinen zwei Kindern nimmt Joya, eine belgische Schäferhündin, eine wichtige Rolle in seinem Leben ein. Um vom Alltag mal abzuschalten, geht Faustino mit seiner Hunde-Dame gerne in die Berge – und dort fühlt sich auch Joya pudelwohl, schliesslich ist sie eine ausgebildete Rettungshündin, spezialisiert fürs Gebirge. Ist er in seiner Freizeit mit seinem Vierbeiner gerade mal nicht unterwegs, gönnt er sich gemeinsam mit der Familie auch gerne mal einen Städtetrip. Ob im Norden oder Süden, Faustino ist da nicht wählerisch. «Hauptsache, es gibt etwas Neues zu entdecken», sagt er.

«Angenehme Gemeinde mit freundlichem Volk»
So richtig zuhause fühlt sich Faustino Navarro aber in seinem Haus in Triesen. Zwar lassen weder sein Vor- noch Nachname auf Triesner Wurzeln schliessen. Hat er auch nicht – sondern spanische. Geboren und aufgewachsen ist er aber in Schaan, lebte dann im Unterland, später mit seiner Frau und Kindern in Triesenberg und seit vier Jahren nun in Triesen. «Triesen ist wirklich eine traumhafte Gemeinde mit einem sehr angenehmen und freundlichen Volk», sagt Fausi über seine Heimat. Und damit dieses Volk in seiner Gemeinde auch in Frieden leben kann, nimmt Faustino Navarro seine Pflichten und Aufgaben als Gemeindepolizist mit bestem Wissen und Gewissen wahr. Nun ist sein Vorgänger Heinz Rüdisühli in Pension. Dies kann er auch – denn Faustino Navarro hat alles im Griff. (bfs)

 

07. Jun 2018 / 06:00
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