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    Regenwassergebühr

Regenwassergebühr könnte erhöht werden

160 000 Franken mehr werden der Gemeinde Triesen in die Kasse gespült. Doch der gewünschte Kostendeckungsgrad liegt noch lange nicht dort, wo er soll.
Triesen. 

Es war 2016 in aller Munde und sogar das Wort des Jahres: Regenwassergebühr. Dies, nachdem der Triesner Gemeinderat beschlossen hatte, eine neue Gebühr einzuführen, wonach Haushalte in Triesen eine Regenwassergebühr von 65 Rappen pro m2 befestigte oder überbaute Grundstücksfläche bezahlen müssen. Dass so viel Aufhebens darum gemacht wurde, mag daran liegen, dass Triesen bis heute die einzige Gemeinde des Landes ist, welche diese Gebühr kennt.
In der Zwischenzeit hat sich die Aufregung aber weitestgehend gelegt, wie Triesens Vorsteher Günter Mahl auf Anfrage mitteilt. Ob sich das wieder ändert, liegt nun in den Händen des Gemeinderats. Denn beschlossen wurde nicht nur die Einführung der Gebühren – sonddern auch eine stufenweise Anhebung derselben.

Weniger Einnahmen als geplant

Durch die Einführung des neuen Abwassergebührenreglements haben sich die Einnnahmen aus den Abwassergebühren um netto rund 160 000 Franken erhöht, wie Günter Mahl mitteilt. Dies entspreche einem Kostendeckungsgrad von knapp 30 Prozent der jährlich anfallenden Gesamtaufwendungen für die Abwasseranlagen. Das sind weniger, als ursprünglich gewollt, wie ein Blick in die Gemeindeinformationen vom Juni 2014 zeigt.  Vorgesehen war ursprünglich ein Kostendeckungsgrad von 40 Prozent, was rund 871 000 Franken entsprechen würde. In einer zweiten Phase soll die Abwasserentsorgung noch stärker über die Regenwassergebühr finanziert werden, bis in einer dritten Phase schliesslich ein Kostendeckungsgrad von 60 Prozent erreicht ist. Dies würde Gebühreneinnahmen in Höhe von rund 1,3 Mio. Franken bedeuten.

Ball liegt bei den Gemeindräten

Ob und wann die Regenwassergebühren für die Triesner erhöht werden, ist offen. «Sobald dies im Gemeinderat zum Thema gemacht wird, werden wir es die Medien wissen lassen», führt Vorsteher Günter Mahl dazu diplomatisch aus und spielt den Ball damit an die Gemeinderäte weiter.
Warum die Gebühr
damals eingeführt wurde
Als Grund für die Einführung der Regenwassergebühren führte die Gemeinde Triesen damals aus, dass alle Gemeinden gesetzlich verpflichtet seien, die Abwassergebühren gemäss Verursacherprinzip kostendeckend zu erheben.
Für die Gemeinde Triesen belaufen sich die durchschnittlichen jährlichen Kosten des Abwasserwerkes, bestehend aus Werterhalt, Anlagenerweiterung, Betrieb und Unterhalt, auf rund 2,2 Mio. Franken. Demgegenüber standen vor der Einführung der Regenwassergebühr Einnahmen von rund 600 000 Franken. Das entsprach einem Kostendeckungsgrad von 28 Prozent. So mussten bzw. müssen die Kosten  für das Abwasserwerk zu einem überwiegenden Teil aus allgemeinen Steuereinnahmen finanziert werden.
Die Gemeinde wollte mit der Einführung der Regenwassergebühr aber nicht nur die Finanzierung sicherstellen, sondern auch eine lenkende Wirkung entfalten, indem die finanzielle Belastung den Verursacher motivieren soll, nachteilige Einwirkungen auf die Gewässer zu vermeiden. Wer also etwa durch Massnahmen an der Quelle für die Entlastung der Kanäle, der Abwasserreinigungsanlage und folglich der Gewässer sorgt, soll auch finanzielle Vorteile haben. (dv)

07. Jun 2018 / 06:00
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