• Je nach Ausbaustufe kann eine Förderung durch die Gemeinde erfolgen.

Gemeinden sollen Senioren beraten

Wohnen und Leben im Alter: Nach jahrelanger Vorbereitung geht es jetzt an die Umsetzung. Im Rahmen des Projekts «Rugas» sollen noch in diesem Jahr Teilprojekte realisiert werden.
Ruggell, Gamprin, Schellenberg. 

Die Gemeinden Ruggell, Gamprin und Schellenberg wollen  das Wohnen und Leben für ältere Menschen verbessern und vereinfachen. Dazu wurde 2014 ein  gemeinsames Projekt «Rugas» ins Leben gerufen. Nach vielen Workshops, Veranstaltungen und Informationen geht es nun an die Umsetzung. Drei Teilprojekte sollen 2018 realisiert werden. 

Die Gemeinden werden auf Basis des LEA-Labels (vgl. Abbildung) eine Förderung für Neu- und Umbauten anbieten, die hindernisfrei oder altersgerecht sind. Bei einem Neubau wird mindestens Stufe 3 gefordert, bei einem Umbau soll bereits ab Stufe 1 gefördert werden. «Eine externe Fachstelle wird die Pläne prüfen, Tipps zur Verbesserung zurückspielen und nach Fertigstellung des Baus und der Bauabnahme das Ganze prüfen und in der LEA-Skala einstufen. Anschliessend wird die Gemeinde auf Basis der LEA-Skalierung eine Pauschalförderung sprechen», sagt Rainer Gopp, Projektleiter der Beratungsfirma, welche «Rugas» im Auftrag der Gemeinden durchführt. Wie hoch die Förderungen ausfallen werden, ist noch offen. Ein weiteres Teilprojekt umfasst eine Beratung für Bauherren und Menschen mit Umbauvorhaben. Im Bereich Umbau soll eine umfassende Wohnberatung mit externen Partnern angeboten werden. Aber auch die Gemeinde selbst soll Beratungen anbieten: «Ziel ist, dass ältere Menschen bei der Gemeinde vorsprechen können und durch geschulte Mitarbeiter eine Erstberatung bezüglich offener Fragen erhalten», sagt Gopp. Ein Ausbildungsangebot zur Einrichtung dieser Anlaufstelle bei der Gemeinde soll noch 2018 über die Bühne gehen. 
Sind damit die Gemeinden Ruggell, Gamprin und Schellenberg fit für den demografischen Wandel? Es gibt weiterhin einiges zu tun, sagt Gopp: «Eine grosse Unbekannte ist, wie wir in Liechtenstein Freiwilligenarbeit für ältere Menschen etablieren können. Die Pflegefachkräfte müssen sich in den nächsten Jahren vermehrt auf die Kerntätigkeit der Pflege konzentrieren. Niederschwelligere Tätigkeiten müssen dann wohl von Freiwilligen erarbeitet werden. Hier werden Gemeinden und beispielsweise der Seniorenbund stark gefordert sein». (db)

Auswahl der Anforderungen, um Förderbeiträge zu erhalten

Wohnungseingang
• Schlosszylinder innen mit Drehknopf 
• Türsprechanlage auf einer Höhe von 80 bis 110 cm bedienbar
 
Aufenthaltsraum
• Nettofläche des Aufenthaltsraums und mindestens eines  Zimmers mindestens 14 m2 (keine  Raumdimension unter 300 cm) 
• Steckdosen auf einer Höhe von  80 bis 110 cm 
• Raumtemperatur steuerbar
 
Küche
• Backofen von Sitzposition bedienbar oder mit Auszug 
• Bedienung der Kochplatten über  Drehschalter (keine Touch-Control-Sensorflächen) 
 
Sanitärraum
• Freifläche vor dem WC zum Manövrieren mindestens 80 x 120 cm
• Bodenebener, befahrbarer Duschbereich, mind. 100 x 120 cm
• Rutschfester Bodenbelag, kontrastreiche Gestaltung
Quelle: lea-label.ch
18. Mai 2018 / 10:05
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