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    Ein Schild vor dem Sitz der ehemaligen Balzers AG in Balzers.  (EDDY RISCH (KEYSTONE))

Oerlikon 2017 gewachsen

Der Industriekonzern Oerlikon hat 2017 vom weltweiten Konjunkturaufschwung profitiert und sowohl Umsatz als auch den Betriebsgewinn gegenüber dem Vorjahr steigern können. Dazu beigetragen haben alle Geschäftsfelder.

Oerlikon hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 22 Prozent auf 2,85 Milliarden Franken, den Bestellungseingang um 53 Prozent auf 3,01 Milliarden Franken und den Betriebsgewinn (Ebit) um 39 Prozent auf 219 Millionen Franken steigern können.

Einzig der Konzerngewinn liegt mit 152 Millionen Franken um 60,8 Prozent unter dem Vorjahr. Grund dafür ist jedoch ein Sondereffekt. 2016 erhöhte der Verkauf der Sparte Vacuum den Gewinn um 289 Millionen Franken.

Für Oerlikon-Chef Roland Fischer war darum 2017 auch ein «sehr erfolgreiches Geschäftsjahr». «Wir haben alle für 2017 gesetzten Ziele erreicht», sagte er an der Bilanzmedienkonferenz am Dienstag in Zürich.

Zulegen konnte der Industriekonzern in allen Segmenten. So steigerte der Geschäftsbereich Oberflächenlösungen die Verkäufe auch dank Übernahmen um 11 Prozent auf 1,4 Milliarden Franken, wobei 9 Prozent der Steigerung auf Akquisitionen zurückzuführen sind. Der Konzern verzeichnete hier abgesehen vom Energiegeschäft in allen Märkten ein Wachstum. Der Betriebsgewinn dagegen fiel aufgrund höherer Investitionen und Abschreibungen mit 149 Millionen Franken um 8 Prozent tiefer aus als im Vorjahr.

Aufschwung im Kunstfasergeschäft

Nach zwei schwierigen Jahren verzeichnete auch das Geschäftsfeld Kunstfasern einen deutlichen Aufwärtstrend und schrieb wieder schwarze Zahlen. Der Umsatz erhöhte sich um 54 Prozent auf 740 Millionen Franken. Beim Betriebsgewinn erreichte das Segment 34 Millionen Franken nach einem Verlust von 3 Millionen Franken im Vorjahr. Oerlikon stellt hier eine weltweit anziehende Nachfrage nach Stapelfaser- und Texturieranlagen fest.

«Wir haben schneller aus dem Nachfragetief gefunden, als wir gedacht haben», sagte Fischer dazu. Oerlikon habe insbesondere davon profitiert, dass sich die fünf, sechs grossen chinesischen Kunstfaserproduzenten ein hartes Rennen um die Führerschaft in diesem Markt lieferten.

Ebenfalls im Aufschwung befand sich 2017 das in den letzten Jahren neu positionierte und restrukturierte Segment Getriebesysteme. Die Verkäufe in diesem Geschäftsfeld erhöhte sich um 19 Prozent auf 730 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn fiel mit 36 Millionen Franken 24 Millionen Franken höher als im Vorjahr aus.

Weiteres Wachstum erwartet

Oerlikon profitierte in diesem Segment von einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Baumaschinen. Aber auch die Autoindustrie und die Hersteller von öffentlichen Transportfahrzeugen und Landwirtschaftsmaschinen bestellten bei Oerlikon fleissig Getriebe.

Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet der Industriekonzern eine weiterhin positive Entwicklung. Oerlikon geht davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 auf 3,2 Milliarden Franken steigen wird. Die Marge des Betriebsgewinns vor Abschreibungen (EBITDA) soll auf rund 15 Prozent ansteigen. 2017 betrug die EBITDA-Marge 14,6 Prozent.

Der Jahreszahlen befeuerten den Kurs der Oerlikon-Aktie. Er stieg bis 15 Uhr um über 7 Prozent.

(sda)

06. Mär 2018 / 07:58
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