• TK Difference in salary graph
    Immer noch Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen.  (istock)

LANV fordert mehr Lohn, Personalverband ist irritiert

Die Gewerkschaft LANV fordert für 2018 je nach Branche zwischen 1.0 Prozent und 2.0 Prozent mehr Lohn. Von generellen Lohnanpassungen mit Sockelbeträgen sollen insbesondere untere und mittlere Einkommen profitieren. Der Personalverband der öffentlichen Verwaltungen (PLV) ist irritiert darüber, dass sich der LANV äussert, ohne mit dem Verband gesprochen zu haben.
Vaduz. 

Durch diese Aktion des LANV sieht der Verband die geplante Lohnerhöhung aller Mitarbeiter im öffentlichen Dienst gefährdet. Dies könne er nicht gutheissen. Der PLV ist klar der Meinung, dass die Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung eine Lohnerhöhung mehr als verdient haben und begrüssen daher den Beschluss der Regierung. 

In der Mitteilung des LANV wird darauf hingewiesen, dass in den vergangenen Jahren die Mitarbeitenden der Landesverwaltung den politischen Sparkurz zu spüren bekamen. Trotz steigenden Anforderungen sei Personal abgebaut und der Druck auf das bestehende Personal erhöht worden. Nach Jahren mit Nulllohnrunden hat die Regierung angekündigt, die Löhne der Verwaltung um ein Prozent anzuheben. Enttäuschend sei aber die Argumentation, es werden nur «Leistungsträger» profitieren, da generelle Lohnerhöhungen nicht zielführend seien. Nach langen Zeiten stagnierender Löhne und steigender Kosten nur «Leistungsträger» belohnen zu wollen, zeuge, nach Meinung des LANV,  nicht von Anerkennung und kann kaum motivierend wirken.

Der LANV ist zudem bei den Mindestlöhnen der Meinung, dass die unterste Lohnstufe 3‘250.- Franken bei 13 Monatslöhnen nicht mehr unterschritten werden darf. Wie schon in den vergangenen Jahren erwartet der LANV weitere Fortschritte bei den Ferien für ältere Arbeitnehmende, bis das erklärte Ziel: fünf Wochen Ferien ab dem 50. Altersjahr in allen Branchen erreicht sei.

Der LANV weist am Lohngleichheitstag immer wieder auf die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen hin. Auch die Lohnrunde 2018 soll dazu genutzt werden, diese Lohnlücke zu schliessen. Der LANV plädiert an alle Unternehmen, mit geeigneten Analyseinstrumenten die Lohnunterschiede zu eruieren. Neben der positiven internen Wirkung sind Lohnstrukturerhebungen zudem gute Projekte, sich im Markt als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. (pd/red)

14. Sep 2017 / 11:13
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