• Martin Henck, Schaan
    Auf Anfrage des «Vaterlands» bestätigte Hilcona, «dass seitens des LANV eine Gesprächsanfrage eingegangen ist.  (Tatjana Schnalzger)

Hilcona: LANV beklagt «inakzeptable Zustände»

Bei einem Nahrungsmittelhersteller sollen gemäss Arbeitnehmerverband Rechtsverstösse stattfinden. Die Hilcona bestätigt die Ansetzung eines Treffens.

Unter dem Titel «Untragbare Unternehmenskultur in Traditionsunternehmen» erhebt der Liechtensteinische Arbeitnehmerverband (LANV) via Medienmitteilung schwere Vorwürfe: «In einer Schaaner Traditionsfirma im Nahrungsmittelbereich herrschen seit geraumer Zeit inakzeptable Zustände. Nach unserem Ermessen kam es in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Verstössen gegen den Gesamtarbeitsvertrag und das Arbeitsgesetz», schreibt der LANV. «Insbesondere langjährige Mitarbeitende der Produktionsabteilungen leiden unter den Schikanen ihrer Vorgesetzten», heisst es im Schreiben weiter. 

«Gespräche, bis nachhaltige Reform umgesetzt ist»
Deshalb sollen heute Gespräche zwischen LANV und der Geschäftsleitung des Unternehmens stattfinden, um die Situation der Mitarbeitenden zu verbessern. Trotz vergangener Interventionen hätten sich gemäss dem Verband die Probleme ausgeweitet, weshalb der LANV beim Treffen mit der Geschäftsleitung «unverzügliche Massnahmen zur Verbesserung der gegenständlichen Situation» fordern werde. «Den Mitarbeitenden versichern wir, die Gespräche fortzuführen, bis eine nachhaltige Reform der Unternehmenskultur umgesetzt ist.» Auf Anfrage des «Vaterlands» bestätigte Hilcona, «dass seitens des LANV eine Gesprächsanfrage eingegangen ist. Wir haben dem LANV Termine für einen entsprechenden Austausch vorgeschlagen», schreibt Hilconas Leiter Business Development & Communications, Michael von Gunten-Marotta. Zu den konkreten Vorwürfen nahm das Unternehmen vorerst nicht Stellung.
Mitarbeiter beklagen gegenüber dem «Vaterland», dass zu wenig Personal vorhanden sei. Es werde in der Produktion mit dreieinhalb Schichten gefahren, aber es sei nur Personal für drei Schichten vorhanden. «Kein Wunder, dass die Leute meutern oder kündigen. In manchen Abteilungen geben sie sich inzwischen die Klinke in die Hand», meinte ein Mitarbeiter. 
Auf Anfrage des «Vaterlands» beim LANV ergaben sich übrigens weder genauere Informationen über die entsprechende Firma noch wurden Details zu den konkreten Vorwürfen bekannt. Der Verband habe sich bei der Medienmitteilung bewusst kurz gehalten, weil erfahrungsgemäss Klagen drohen. «Das hat System, weil die Akteure wissen, dass sie den LANV mit Klagen finanziell unter Druck setzen können. So werden wir bekämpft», erklärt LANV-Geschäftsführer Sigi Langenbahn auf Anfrage. (mw)
 

15. Nov 2017 / 22:06
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4 KOMMENTARE
Falscher Ansatz
Firmen sind wichtig, aber Mitarbeiter genauso,Meine Aussage ist ohne Hintergedanken von wegen Ausländer und so weiter.Fakt ist wir brauchen unsere Grenzgänger, aber das es gleichzeitig Arbeitslose im Land gibt geht schon gar nicht, zuerst einheimische Arbeiter, dann passiert das nicht(31,1 Mio. Franken (+11,3 %) sind für Ergänzungsleistungen (EL) budgetiert).Wie soll man Kapital aufbauen wenn man kurz vor der Pension den Job verliert, man soll immer länger arbeiten, die Frage ist aber wo!!!Auch Temporäre MA werden mal alt, und dann schauen sie auch alt aus.Temporär arbeiten zu müssen, ist eine Strafe, man kann sein Leben nicht planen, und ist immer auf Almosen angewiesen.Das Unternehmen so mehr Gewinn machen können, auf Kosten der MA ist auch klar, aber man ist heutzutage nur mehr eine Nummer, was man da mit Kündigungen von festen Jobs anrichtet, haben sie keine Ahnung, oder wollen es nicht wissen.Der Arbeitnehmerverband im Land ist Deko mehr nicht, zu sagen haben sie gar nichts!!!
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von Anonym
Vorgesetzte prüfen
Nicht nur Temporärbüros sind schuld,sondern auch gewisse Vorgesetzte.Man sollte da einmal anfangen. Langjährige gute Mitarbeiter werden einfach gekündigt.Nicht etwa weil sie nicht gut sind,sondern weil Sie auch mal den Mund aufmachen und dann hast du in dieser Firma keine Zukunft.Keiner darf etwas sagen,man wird Mundtot gemacht .Arbeiten und still sein. Sehr schade das es in dieser Firma nicht besser sondern schlimmer wird.
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von Manny
Fordernde Arbeitnehmer
Nicht nur Firmen sind schuld. Viele Mitarbeiter sind einfach zu fordernd. Das Problem wird sich für jene bald von selbst erledigen, spätestens dann wenn Produktionen ins Ausland verlagert werden. Hilcona ist meines Erachtens ein Top-Arbeitgeber mit sehr vielen langjährigen Mitarbeitern und Liechtenstein sollte froh sein ein solches Unternehmen im Lande zu haben. Gewisse stets motzende und aufwiegelnde Arbeitnehmer bit es immer und sind problemlos zu entbehren!
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