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    Die FMA veröffentlicht den Bericht zur betrieblichen Personalvorsorge.

Höhere Renditen bei Pensionskassen

Die Pensionskassen erwirtschafteten im Jahr 2016 wieder höhere Anlagerenditen. Der mittlere Deckungsgrad verbesserte sich. Das Tiefzinsumfeld und demografische Veränderungen fordern die Pensionskassen aber stark, schreibt die Finanzmarktaufsicht (FMA) in einer Mitteilung
Vaduz. 

Nachdem die liechtensteinischen Vorsorgeeinrichtungen (Pensionskassen) im Jahr 2015 eine durchschnittliche Anlagerendite von lediglich 0,1 Prozent erwirtschaftet hatten, verbesserte sich diese im Jahr 2016 im Mittel auf 3,2 Prozent. Die höheren Renditen wirkten sich positiv auf den Deckungsgrad aus. Der mittlere Deckungsgrad stieg von 103,8 Prozent auf 105,3 Prozent per Ende 2016. Lediglich eine Pensionskasse wies Ende 2016 einen Deckungsgrad unter 100 Prozent aus.

Das Sparkapital der aktiv Versicherten wurde im Jahr 2016 mit durchschnittlich 1,3 Prozent verzinst, gegenüber 1,8 Prozent im Jahr 2015. Die Verzinsung variiert zwischen den einzelnen Pensionskassen stark. Ebenfalls rückläufig ist der Rentenumwandlungssatz. Er betrug Ende 2016 durchschnittlich 5,9 Prozent. Im Vorjahr belief er sich noch auf 6,2 Prozent, 2007 lag er bei 6,9 Prozent. Das anhaltende Tiefzinsumfeld und demographische Veränderungen, wie die stetige Erhöhung der Lebenserwartung, sind die hauptsächlichen Treiber für niedrigere Verzinsungen der Sparguthaben und sinkende Rentenumwandlungssätze.

Die FMA Liechtenstein beaufsichtigte Ende 2016 22 Pensionskassen. Die gesamten Aktiven der Pensionskassen und die Guthaben auf Freizügigkeitskonten beliefen sich auf 6,51 Milliarden Franken. Diese Summe entspricht 109 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, was die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung der betrieblichen Personalvorsorge verdeutlicht. Ende 2016 versicherten die liechtensteinischen Pensionskassen insgesamt 40 644 Personen. 

Als sehr herausfordernd für die Pensionskassen habe sich das tiefe Zinsniveau erwiesen, heisst es von Seiten der FMA. In diesem Umfeld sei es für die Pensionskassen schwierig, die notwendigen Anlagerenditen zur Finanzierung der Leistungen der betrieblichen Personalvorsorge zu erwirtschaften. In einer Analyse des Niedrigzinsumfeldes gelangt die FMA zum Schluss, dass die Zinsen konjunkturell bedingt in den nächsten Jahren zwar etwas ansteigen werden, niedrige Zinsen sich jedoch zum neuen Normalzustand entwickeln könnten. Zusammen mit den demographischen Veränderungen bewegen sich die Pensionskassen damit auch künftig in einem schwierigen Umfeld. (pd/red)

 

09. Nov 2017 / 11:17
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