• GREEN SUMMIT
    Prinz Michael von und zu Liechtenstein, Brigitte Frey von der EY Österreich, Moderator Oliver Oehri und WWF CEO Thomas Vellacott (v. l.) sprachen über Bremser und Turbos beim Klimawandel.  (Michael Zanghellini)

Verkehrsproblem mit Prämien lösen

An der Universität Vaduz fand gestern das Green Summit statt. In zahlreichen Vorträgen wurde über Innovationen im Bereich der Nachhaltigkeit berichtet. Auch eine Lösung zur Verminderung vom Individualverkehr in Liechtenstein wurde thematisiert.
Vaduz. 

In diversen Vorträgen wurden Innovationen und Projekte im Bereich der Nachhaltigkeit präsentiert. So zum Beispiel ein Vorschlag vom Blockchain Büro Liechtenstein zur Minderung des Individualverkehrs in Liechtenstein mittels einer Blockchain-Lösung. «Auch Liechtenstein möchte die Klimaziele von Paris erreichen. Ein grosser Brocken der CO2-Belastung im Land stammt vom Verkehr. Auf 39 000 Einwohner im Land kommen 38 000 registrierte Fahrzeuge», sagt Philipp Büchel, CEO des Blockchain Büros. Deshalb wurde eine Art Meilensystem basierend auf Blockchain entwickelt. Dabei werden beispielsweise Personen belohnt, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrgemeinschaften zur Arbeit fahren. Der Topf für die Belohnungen wird durch Gebühren auf Firmenparkplätzen gespiesen. Noch wurde das System nicht so umgesetzt, interessierte Unternehmen werden laut Büchel noch gesucht.

Solarpanels auf Klärbecken bringen Strom

Frederik Gort von der DHP Technology in Zizers stellte ein faltbares Dach aus Solarpanels vor. Damit wurden bei der Abwasserreinigungsanlage ARA in Chur diverse Klärbecken ausgestattet. «Somit wird jede Abwasserreinigungsanlage auch zum Solarkraftwerk», sagt Gort. Gleichzeitig kann durch die Abdeckung des Faltdaches die Algenbildung verringert werden.

Das Solarfaltdach kann aber noch an ganz anderen Orten eingesetzt werden. «Das Faltdach eignet sich etwa für Parkplätze. Wenn die Sonne scheint, können die Panels ausgefahren werden und die Autos stehen im Schatten. Gleichzeitig kann Strom produziert werden, um etwa Elektroautos aufzuladen.»

Bedenken zu Elektroautos aus dem Raum geschafft

Um Elektromobilität ging es auch in der Präsentation von Frank Schneider, Referent Fahrzeug und Mobilität vom Deutschen Verband der TÜV. Der Verband stellte für eine Studie während drei Jahren verschiedenen sozialen Institutionen Elektrofahrzeuge zur Verfügung, um sie Erfahrungen sammeln zu lassen. Nach ersten Bedenken bezüglich Reichweiten und Tanksystemen konnte grundsätzlich ein positives Fazit gezogen werden: Die Einrichtungen konnten die Elektrofahrzeuge im Alltag problemlos einsetzen, bei einem Spitexdienst war sogar der Zweischichtbetrieb mit nur einer Stromladung möglich. (jeb)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Mittwoch, 24. Mai 2017.

23. Mai 2017 / 21:42
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1 KOMMENTAR
von gufr
Verkehrsproblem mit Prämien lösen?Bedenken zu Elektroautos?
Wieviel Pendler fahren tagtäglich von Liechtenstein ins benachbarte Ausland? Wenn die das FL Gewerbe und die FL Industrie sich mal darauf besinnen würde die Liechtensteiner im Land zu behalten (vielleicht mit minimal kleinerem Gewinn) statt für jede Ausgeschriebene Stelle einen aus dem Ausland zu holen, könnte man mit Sicherheit ein Teil des Verkehrsproblems und der Co2 Belastung lösen.

Bedenken zu Elektroautos?

Schön dass hier in diesen Studien immer nur davon geredet wird wie die Reichweiten sind und dass die Fahrzeug voll von Technologie sind.
Keiner die Referenten erwähnt, dass die Herstellung der Elektrofahrzeuge in keinster Weise Co2 neutral (im Gegenteil!) ist und dass der Ökostrom mit dem Kauf von Zertifikaten aus Kohle oder Atomkraft produziert wird (nicht aller aber ein grosser Teil).

Ich bin weder Grün noch Öko, doch müssen wir uns immer anlügen lassen von Politik und Lobby?
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 24.05.2017 Antworten Melden

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