• Kartbahn in Nendeln
    Hilmar Schädler, Inhaber der Kartbahn Nendeln, in einem seiner zehn Elektrofahrzeuge.  (Daniel Schwendener)

Video: Mehr Sicherheit per Knopfdruck

Um das Rundendrehen auf der Kartbahn Nendeln möglichst sicher zu machen, setzt Betreiber Hilmar Schädler unter anderem auf regulierte Geschwindigkeiten. Es wird nur so schnell gefahren, wie die Operateure es per Fernsteuerung zulassen.

Ein tödlicher Unfall, wie er sich am 10. November auf einer Kartbahn in Roggwil im Kanton Bern ereignete, ist für den Betreiber einer Anlage das schlimmste denkbare Szenario. Zuvorderst wegen der menschlichen Tragödie, die er darstellt. Aber eben auch aus Imagegründen. Eine Kartbahn, welche die Sicherheit ihrer Gäste nicht gewährleisten zu können scheint, hat gegenüber ihren Mitbewerbern definitiv einen schweren Stand.

Es liegt also im ureigensten Interesse des Inhabers, hinsichtlich der Sicherheit nach den höchsten Standards zu streben. Hilmar Schädler, Inhaber der einzigen Liechtensteiner Kartbahn in Nendeln, hat sich selbst denn auch auferlegt, "alles Menschenmögliche" zu tun, um das Unfallrisiko zu minimieren.

Zentrales Element seiner Sicherheitsstrategie ist ein kleines rotes Kästchen. Das liest sich jetzt nicht eben spektakulär, ist aber höchst effektiv. Schliesslich handelt es sich dabei um eine Fernbedienung, mit der Schädler und die zwei weiteren Operateure, die das Geschehen auf der Nendler Kartbahn überwachen, jederzeit in das Geschehen auf der Rennbahn eingreifen können - indem sie die Geschwindigkeit der Elektrokarts verändern. Selbstredend in beide Richtungen.

Gefahren werden kann in Nendeln auf vier verschiedenen Geschwindigkeitsniveaus. Die Einführungsrunde absolvieren die Gäste stets auf Stufe eins, anschliessend wird Stufe zwei freigegeben. Hat der Operateur das Gefühl, dass die Fahrer den Kart auch in diesem Tempo beherrschen, erhöht er die Geschwindigkeit erneut und schaltet gegebenenfalls am Ende auch noch auf die höchste Stufe, auf der die Karts eine Maximalgeschwindigkeit von 57 km/h erreichen.

Umgekehrt wird das Tempo gedrosselt, wenn das Verhalten eines Fahrers oder einer Gruppe dies bedingt. So ist es schon vorgekommen, dass Hilmar Schädler eine all zu übermütig über die Strecke bretternde Hobbyrennfahrer-Truppe zur Vernunft brachte, indem er einige Runden lang die tiefste Stufe aktivierte. Besonders lernresistente Raudis wurden auch schon mal vorzeitig in die Boxengasse gewunken und mussten das Fahrzeug verlassen. Natürlich durften sie später noch beweisen, dass sie ihre Lektion gelernt haben.

Neben der Temporegulierung per Fernbedienung setzt Schädler noch auf einige weitere Sicherheitsmassnahmen. Diese betreffen vor allem die Ausstattung der Karts sowie den Bau und die Sicherung der Strecke. (bo)

 

24. Nov 2017 / 11:02
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
25. Juni 2018 / 11:24
25. Juni 2018 / 13:14
24. Juni 2018 / 19:35
23. Juni 2018 / 16:51
Meistkommentiert
23. Juni 2018 / 16:51
13. Juni 2018 / 11:20
23. Juni 2018 / 08:00
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
Citytrain
2 x 1 Familienticket für die «Städtletour» zu gewinnen.
04.06.2018
Facebook
Top