• Fasnachtsumzug in Vaduz Super Mario
    Es war zu leise auf den Fasnachtswagen beim Umzug in Vaduz – auch für die Veranstalter.  (Rudi Schachenhofer)

«Einen passenden Weg für alle finden»

Nach der Fasnacht wollen sich die Veranstalter der Umzüge in der Region nochmals treffen, um das neue Regelblatt zu diskutieren. Dabei sollen Anregungen der Teilnehmer und Besucher mit einfliessen.
Liechtenstein. 

Die Veranstalter der Fasnachtsumzüge Oberriet, Gams, Schaan, Vaduz und Wartau hatten vergangenen Sommer ein neues Reglement für die Wagenbaugruppen präsentiert, das unter anderem die Musikbeschallung regeln soll. Das Ziel: Dem Trend zu immer lauter werdenden Barwagen entgegenzuwirken. «Da es bei einer solchen Veranstaltung mehrere Interessensgruppen gibt, versuchen wir, dem Ganzen gerecht zu werden», teilte die Fasnachtsgesellschaft Vaduz (FGV) gestern auf Facebook mit. Der Grund für den Beitrag: Die Emotionen kochten in den sozialen Medien nach dem Umzug in Vaduz hoch. Schon vor Beginn der Umzüge in der Region wurde dieses Thema heiss diskutiert.


Gams zieht ein positivesFazit

Die Veranstalter haben aber laut eigenen Aussagen auf die Reklamationen der vergangenen Jahre reagiert. «Beispielsweise war es hier für Familien mit Kindern viel zu laut und die Eltern wollten mit ihrem Nachwuchs nicht mehr an die Umzüge kommen», schreibt die FGV. Mit dem neuen Regelblatt sei versucht worden, die laute Musik einzudämmen und nicht zu verbieten. Denn laut Regelblatt ist nur die Aussenbeschallung auf den Wagen nicht erlaubt – im Innenbereich darf Musik bis zu 93 Dezibel abgespielt werden. Doch beim Umzug in Vaduz spielten die Teilnehmer gar keine Musik. «Es war definitiv zu leise und nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Auch wenn wir sonst ein positives Resümee ziehen können», sagt FGV-Präsidentin Larissa Berger auf Anfrage. Bei der Zuschauerzahl hätte es zumindest keine Einbussen gegeben. Ein positives Fazit zum neuen Reglement zieht hingegen der Veranstalter des Umzugs Gams. «Aus unserer Sicht ist die Veranstaltung sensationell abgelaufen», sagt Peter Vetsch vom Rettungscorps der Feuerwehr Gams, welches den Umzug organisiert. Die 14 Guggenmusiken hätten für tolle Fasnachtsstimmung gesorgt und auch die Wagenbauer hätten die Beschallung kreativ umgesetzt. «Sie spielten ihre Musik im Innenbereich des Wagens ab, was von aussen gut zu hören war, die Guggenmusiken aber nicht übertönte», so Vetsch. Die Rückmeldungen seien durchwegs gut gewesen und der Umzug Gams konnte einen neuen Zuschauerrekord verzeichnen. Trotzdem seien Wagenbauer auf die Veranstalter zugekommen, um ihr Anliegen darzulegen. «Wir nehmen das ernst und werden diese Anliegen in der Diskussion mit den anderen Veranstaltern einbringen.» Die Wagenbaugruppen hätten sich am Umzug vorbildlich verhalten. Nur einer sei negativ aufgefallen und wurde den anderen Veranstaltern gemeldet.

 

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» vom Dienstag, 6. Februar 2018.

05. Feb 2018 / 22:58
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
21. Mai 2018 / 14:47
21. Mai 2018 / 15:00
21. Mai 2018 / 16:54
21. Mai 2018 / 14:10
21. Mai 2018 / 13:29
Meistkommentiert
04. Mai 2018 / 16:05
Aktuell
21. Mai 2018 / 19:09
21. Mai 2018 / 16:54
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
la casa
Gewinnen Sie einen Gutschein im Wert von 300 Franken von La Casa Interiors in Triesen.
14.05.2018
Facebook
Top