• Computeria in Schaan
    Senioren präsentieren ihre Arbeiten,  (Daniel Schwendener)

Senioren erhalten ein Update

Seit 15 Jahren bietet der Liechtensteiner Seniorenbund im Gemeinschaftszentrum Resch in Schaan Senioren Nachhilfe in der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) an. Ein Angebot, das regen Anklang findet.
Schaan. 

Wie bearbeite ich einen Text im Word? Wie kann ich ein Bild bearbeiten? Wie funktioniert das Internet oder wie verschicke ich eine E-Mail? Diese Fragen werden Senioren jeweils am Mittwochvormittag in der «Computeria» in Schaan Schritt für Schritt beantwortet. Seit Anfang 2002 betreibt der Liechtensteiner Seniorenbund (LSB) dieses Projekt mit dem Ziel, interessierten Teilnehmern die EDV auf verständliche Art und Weise zu erklären. «Bei öffentlichen Kursangeboten geht es mit schnellem Tempo voran», meint Doris Wenaweser, Leiterin Sekretariat des LSB. Dies bringe den Teilnehmern manchmal zu wenig.

Den Wunsch dazuzulernen und selber auszuprobieren

Vor 15 Jahren startete der Seniorenbund mit der «Computeria». «Aufgrund diverser Anfragen von Personen, die damals während ihres Berufsleben noch nichts mit EDV zu tun hatten, wurde das Projekt gegründet. Max Manhart (verst. August 2017) und Rudolf Jenne waren die Initianten und betreuten die Besucher mit viel Herzblut», so Wenaweser. Jeder Teilnehmer erhält eine individuelle Betreuung und diese widerspiegelte sich auch am gestrigen Vormittag. Der Begriff «Computeria» ist ein Wortspiel und umfasst die Begriffe Computer und Caféteria und das beschreibt haargenau die Atmosphäre, welche im Raum des Gemeinschaftszentrum Resch herrscht. Gestern präsentierten Senioren ihrer Gruppe selbstangefertigte PowerPoint-Präsentationen.  Ihr Ansprechpartner ist Hannes Mannhart, welcher mit einer Engelsgeduld alle Senioren betreut. Start ist 9 Uhr morgens. Bis alle Teilnehmer ihre Computer hochgefahren, richtig eingestellt und ihre Präsentation bereit haben, vergeht eine Stunde. Technische Schwierigkeiten werden behoben, Präsentationen, die auf dem Desktop unauffindbar sind, werden neu eingerichtet oder Kurzbefehle mit der rechten Maustaste werden erklärt. Danach folgt eine gemütliche Kaffeepause, welche die Senioren nutzen, um über Gott und die Welt zu sprechen und sich austauschen. Nach der Pause wird es ernst. Hannes Mannhart hält einen Preis in den Händen und erklärt: «Der Macher der besten PowerPoint-Präsentation erhält eine Schachtel ‹Kirschstängeli›». Mit dieser Motivation starten die selbst geschusterten virtuellen Vorführungen. Die erste Präsentation ist gespickt mit speziellen Effekten, Ein- und Ausblendungen von Texten, Bildern, die rumgewirbelt werden und mit einer klangvollen Musik unterlegt sind. Es handelt sich um eine Danksagung an eine Dame, die ihren 60. Geburtstag feierte und wird von den Zuschauern mit tosendem Applaus gewürdigt. Die zweite Präsentation nimmt die Teilnehmer mit auf eine Ferienreise in die Türkei. Verwunschene Städte, stahlblaues Meer und wunderschöne Bauchtänzerinnen werden in einer Slideshow in Szene gesetzt. Die dritte und letzte PowerPoint-Präsentation ist ein kleiner Werbefilm eines Herrn, der seine handgefertigten Pfeffermühlen, die er aus verschiedenen Holzarten herstellt, vorstellt. Die Senioren sind sich nach dieser breiten Auswahl und einzigartigen Präsentationen einig, wer der Gewinner der «Kirschstängeli» ist: Die erste Präsentation mit der Danksagung wurde ausgezeichnet. (nb)

 

30. Nov 2017 / 07:59
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