• Fasnachtsumzug in Vaduz
    Die Narrenzunft Schaan will erst nach der Fasnacht über eine Änderung des Reglements beraten.  (Rudi Schachenhofer)

Narrenzunft Schaan hält am Reglement fest

Die Narrenzunft Schaan hat beschlossen, dass das Aussenbeschallungsverbot auch beim Umzug am kommenden Sonntag Bestand hat. Sie appellieren an die Wagengruppen, «sich nicht quer zu stellen und mittels Innenbeschallung doch noch Umzugsstimmung aufkommen zu lassen».
Schaan. 

Das neue Reglement der Organisatoren der Fasnachtsumzüge in Gams, Vaduz, Schaan, Oberriet und Wartau sorgen schon seit den Sommermonaten für Diskussionen. Zunächst nur unter den Wagenbauern, seit dem Kinderumzug in Vaduz auch bei den Zuschauern. Selbst der Fasnachtsgesellschaft Vaduz war es in diesem Jahr zu still. Die Reaktionen fielen entsprechend heftig aus.

Stein des Anstosses ist der folgende Passus im Reglement: «Musik und Lärmbelästigung: Ab 2018 gibt es keine Aussenbeschallungen auf den Umzugswagen mehr. Irgendwelche mitgeführten Lärmquellen (2017: festgeschraubtes Motorrad ohne Auspuff) sind nicht mehr erlaubt. Gestattet ist eine Innenbeschallung der Barwagen mit max. 93dB. Das Abspielen von Musik ist auf der Anfahrt und im Warteraum nicht gestattet, die Anlagen werden erst bei den Umzugsbeginn eingeschaltet. Die musikalische Unterhaltung ist Aufgabe der Guggenmusiken.»

Die Narrenzunft Schaan hat sich gestern nochmals zu einer Sitzung getroffen, um zu besprechen ob das Reglement für den Umzug am Sonntag in Schaan angepasst werden soll. Heute teilte die Narrenzunft mit: «Die Narrenzunft Schaan gehört ganz sicher nicht zu denen, die Jubel, Trubel, Heiterkeit verbieten wollen. Für den diesjährigen Schaaner Umzug gilt aber weiterhin das vereinbarte Aussenbeschallungsverbot. Wir bitten die Wagengruppen, sich nicht quer zu stellen und mittels Innenbeschallung doch noch Umzugsstimmung aufkommen zu lassen. Wir wollen einen schönen und lebendigen Schaaner Umzug für alle. Ob das Verbot der Aussenbeschallung denn der Weisheit letzter Schluss war, werden wir sicher nach der Fasnacht wissen.»

Zudem sei es nicht so, dass auf den Wagen gar keine Musik erlaubt sei. Diesbezüglich macht die Narrenzunft auch den Wagenbauern in Vaduz einen Vorwurf: «Jeder Wagen hat die Möglichkeit, den Innenraum mit 93 dB zu beschallen. Und das wurde auch so kommuniziert. Bei diesem Wert gibt es immer noch eine ordentliche Beschallung des Wagens. Leider gibt es aber Umzugswagen, die offenbar am Vaduzer Kinderumzug bewusst auf diese Möglichkeit verzichtet haben, um ein Trauerzuggefühl zu erzeugen.»

Damit hat sich die Hoffnung der Mehrheit der Teilnehmer der Facebook-Umfrage des «Vaterland» zerschlagen. (red.)

 

 

06. Feb 2018 / 15:09
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1 KOMMENTAR
Ein Schritt in die richtige Richtung
Ich begrüsse die neue Verordnung sehr. Die Umzugsveranstaltungen sind in den letzten Jahren immer mehr zum Eigennutz verkommen. Es ist mehr als fraglich, ob die Zielgruppe an einem Kinderumzug wirklich mit dröhnenden Bässen in solch einer Lautstärke beschallt werden will, dass der Gebrauch eines Gehörschutzes schon unabdingbar geworden ist. Das aber scheint vielen Wagenbetreibern gleichgültig zu sein, solange sie nur selbst ihren Spass haben.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 06.02.2018 Antworten Melden

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