• 20180226 Eis in Vaduz und Balzers
    Klirrender Winterzauber  (Nils Vollmar)

Kältewelle: Des einen Leid ist des anderen Freud

Während wir Menschen eine Schicht mehr Kleidung anziehen, ist die aktuelle Kältewelle für Pflanzen und Tiere kein Problem. Aus Sicht der Bauern habe die aktuelle Kältephase sogar teilweise ihre guten Seiten, denn der Frost setzt Schädlingen zu.

Am Donnerstag beginnt meteorologisch gesehen der Frühling. Noch fühlt sich dies allerdings nicht so an: Im Flachland gibt es Höchstwerte von minus 5 Grad. Gefühlt werden die Temperaturen wegen der starken Bise allerdings tiefer. Die kalte Luft bleibt der Region bis Mittwoch treu, erklärte Kenny Vogt von der Wetterstation Balzers. 

Kälte macht Schädlingen den Garaus 
Wie Klaus Büchel, Geschäftsführer der Vereinigung Bäuerlicher Organisationen im Fürstentum Liechtenstein (VBO), erklärt könne die Kälte zur Verminderung von Schädlingen beitragen. «Eingeschleppte Schädlinge wie beispielswiese die Kirschessigfliege vertragen die Kälte wesentlich schlechter als heimische Nützlinge.» Ob die Kälteperiode einen Effekt auf die heimischen Nützlinge habe, könne nicht ganz ausgeschlossen werden. «Die Entwicklung der Nützlings-Population hängt aber nicht nur von der Temperatur, sondern auch vom Futterangebot und der Anzahl von überwinternden Individuen ab», erklärt Büchel. Die Kältewelle bringe zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen Vor- oder Nachteile für die Landwirtschaft. Der Austrieb sei noch nicht erfolgt und die derzeit am Feld befindlichen Kulturen, wie zB das Wintergetreide halte die Kälte gut aus.  Auch die heimischen Tiere können mit der Kälte umgehen: «Kühen, Schafen, Ziegen und Pferden macht die Kältewelle nichts aus. Die Tiere fressen mehr, sind aber durch ihr Haarkleid gut vor der Kälte geschützt», so Büchel. Wichtig sei es, dass die Tiere einen trockenen, windgeschützten Unterstand haben. Geflügel müsse bei diesen tiefen Temperaturen im Stall bleiben, so der Geschäftsführer der VBO.


Arbeiten teilweise eingestellt  
Beat Gassner ist Präsident des Baumeisterverbandes Liechtenstein und gleichzeitig bei der Bauunternehmung Kindlebau in Triesen tätig. Er erklärt, dass es in Liechtenstein keine Richtlinien gibt, sondern dass jede Baufirma selbstständig entscheiden kann, ob der Betrieb bei einer Kältewelle weitergeführt wird, oder nicht. «Wir haben am Montagmorgen den Entscheid gefällt, dass unser Betrieb bis Donnerstag eingestellt wird», so Gassner. Gewisse Arbeiten könne man bei diesen Temperatur gar nicht ausführen: «Wir nehmen sowohl Rücksicht auf die Ausführung als auch auf die Gesundheit der Mitarbeiter», erklärt Gassner. Ob weitere Baufirmen in Liechtenstein den Betrieb eingestellt haben, konnte der Präsident des Baumeisterverbands nicht sagen. «Der Winter war bisher relativ mild und wir konnten unsere Arbeiten normal tätigen. Dass es Kälteperioden gibt, muss man mit einberechnen», sagt Gassner. 
Die aktuelle Kältewelle ist aber nicht aussergewöhnlich. Speziell ist lediglich der relativ späte Zeitpunkt der bitterkalten Tage, sagen Meteorologen. (nb) 
 

27. Feb 2018 / 06:00
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