• The Beauty of Gemina
    Während der vergangenen zwei Wochen tourte die Kultband durch Deutschland und am Samstag begeisterten sie das Publikum im TAK in Schaan. Bild: Nils Vollmar  (Nils Vollmar)

«It’s Michaels evening!»

«The Beauty of Gemina» hat mit seinem Acoustic-Konzert im TAK in Schaan begeistert. Das Heimspiel war für Mastermind Michael Sele ein würdiger Abschluss seiner Acoustic-Tour.

Mit «Listening Wind» verabschiedet sich Michael Sele von dem Publikum. «Wind in my heart» singt er immer wieder, begleitet von wehmütigen Cello-Klängen. Wehmütig ist auch Michael Sele, wie der Mastermind von «The Beauty of Gemina» wenige Minuten nach seinem fulminanten Konzert im Gespräch sagt. Das Konzert am Samstag war der Abschluss seiner erfolgreichen Acoustic- Tour. Während der vergangenen zwei Wochen tourte die Kultband durch Deutschland und stand in München, Frankfurt, Leipzig, Hamburg und Bochum auf der Bühne. Auch in der Schweiz begeisterte die Band in Lyss und Zürich das Publikum – und am Samstag eben im TAK in Schaan. «Ohne Zweifel ist das Heimspiel ein würdiger Höhepunkt», sagt Michael Sele. Wie wichtig ihm dieses Konzert war, wusste auch seine Band, die für die Acoustic-Tour um drei Gastmusiker erweitert wurde: Mit Eva Wey an der Violine, Raphael J. Zweifel, der Mann mit Buchser Wurzeln, am Cello und dem isländischen Saxofonisten Eyjolfur Porleifson. Sie alle wussten am Samstag ganz genau: «It’s Michaels evening!» Und ja, es war Michael Seles Abend: Seine Stimme ging unter die Haut – mal gefühlvoll, dann wieder kraftvoll. Mal sehnsüchtig und eindringlich, dann wieder exzessiv, hemmungslos, überwältigend. In seinem Konzert Höhepunkte zu setzen, ist schwierig – mit jedem Titel singt Michael Sele am oberen Limit. Und dennoch gelingt es ihm und seiner Band immer wieder, für Überraschungen zu sorgen. Eine davon war zweifelsohne, als sich Michael Sele ans Piano setzte und «Suicide Landscape» anstimmte. Einfach beschreiben kann man den Nummer-eins- Hit in den World-Gothic-Charts in dieser Acoustic-Version nicht – ihn zu hören, ist wahrhaftig ein Erlebnis. Ein weiterer Höhepunkt war, als die schottische Violinistin Eva Wey die Mariannah-Melodie anstimmte. Das Publikum klatschte mit und der poetische Song über die Liebe und das Leben liess niemanden im ausverkauften TAK unberührt. 


Zottelige Genossen in den TAK-Reihen
Platz genommen in den Reihen des Theatersaals hatte übrigens auch die Krampusgruppe Hohlgass-Pass aus Sargans. Ihr Besuch kam nicht von ungefähr: Die Gesellen mit schrecklichen Masken und zotteligem Fell sind die Hauptdarsteller im gerade erschienenen Videoclip «Silent Land» von The Beauty of Gemina. Mit ihren grossartigen Kostümen haben sie der Szenerie unter der Regie von Bassist Andy Zuber ihre Seele verliehen. «Der Dreh war hammermässig und einfach genial», schwärmt Monika Arik, während sie nach dem Konzert ihr Gesicht von der schweren Maske befreit. Allerdings sei es gar nicht so einfach gewesen, im Schnee mit 30 Zentimeter hohen Plateau-Schuhen in die Höhe zu springen. Auch mit den Hörnern seien sie hin und wieder im Gestrüpp hängen geblieben. Nichtsdestotrotz: Der aktuelle Clip ist ein voller Erfolg – und an Spass hat es bei dem Dreh auch nicht gefehlt.


Eine «grosse Ehre» für Mastermind Michael Sele
Nun aber von diesem Winterwunderwerk zurück auf die TAK- Bühne nach Schaan zu einem weiteren Highlight des Konzerts  vom Samstag: Mit «Personal Jesus» interpretierte The Beauty of Gemina einen Song von «Depeche Mode» auf seine eigene Art und Weise und auf alle Fälle überzeugend. Mastermind Michael Sele und seine Acoustic-Musiker schenkten dem Publikum drei Zugaben, bevor sie sich nach drei Stunden vollkommenem Musikgenuss eben mit «Listening Wind» verabschiedeten. Das Heimspiel sei für ihn eine grosse Ehre gewesen, sagt Michael Sele. Und er verspricht, dass es nicht das letzte Acoustic-Konzert gewesen ist. Erst einmal möchte Michael Sele aber an neuen Songs arbeiten. Bevor er das Jahr 2018 plant, geht es mit seiner Rockband aber noch eine Woche nach Madrid, wo er mit seiner Show die Bühne rocken wird. Darauf freut sich Michael Sele – und seine Fans, die dürfen sich nächstes Jahr auf viel Neues von The Beauty of Geminap freuen. In gewohnt ehrlichem Stil – kraftvoll und poetisch zugleich. Und stets mit Tiefgang. (bfs) 

 

26. Nov 2017 / 20:48
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