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    Die ECRI empfiehlt eine neue Integrationsstrategie mit einem Schwerpunkt im Bildungsbereich. Zentraler Aspekt dabei sind ausreichende Deutschkenntnisse, die Kinder mit Migrationshintergrund am besten schon vorschulisch zu erwerben beginnen.  (monkeybusinessimages)

Experten vermissen Integrationsstrategie

Im Bericht zu ihrer fünften Prüfungsrunde bescheinigt die Europäische Kommission zur Bekämpfung von Rassismus und Intoleranz (ECRI) Liechtenstein viele Fortschritte.
Vaduz. 

Seit 25 Jahren wirkt die ECRI Rassismus und Intoleranz in den Mitgliedstaaten des Europarates entgegen. Im Rahmen zyklisch durchgeführter nationaler Monitorings versucht sie, Fehltentwicklungen zu erkennen und den dortigen Behörden Wege aufzuzeigen, wie sie die Situation verbessern können. Gut fünf Jahre nach Publikation des bislang letzten Berichts liegen für Liechtenstein nun die Ergebnisse der fünften Prüfungsrunde vor. Darin spricht die aus unabhängigen Experten zusammengesetzte Kommission den Behörden des Fürstentums in Summe ein Dutzend Empfehlungen aus. Zwei davon sind mit dem Etikett «vorrangig» versehen und werden von der ECRI innerhalb der nächsten zwei Jahre hinsichtlich ihrer Umsetzung überprüft.

Problemerfassung mittels Studie
Die eine betrifft die Entwicklung einer neuen Strategie und eines darauf fussenden Aktionsplans betreffend die Integration von Migranten. Ein solcher, bemängelt die ECRI, existiere seit 2014 nicht mehr. «Der neue nationale Integrationsaktionsplan sollte die konkreten Massnahmen nennen, die für das Erreichen der gesetzten Ziele umgesetzt werden. Jedes Ziel und jede Massnahme sollte mit Indikatoren, Ausgangswerten, Zielwerten, einem Zeitplan und einer Behörde oder Person verbunden sein, die für deren Umsetzung verantwortlich ist», schreibt die Kommission. Zudem sei es angezeigt, die Umsetzung regelmässig zu beurteilen.
Um geeignete Massnahmen für eine verbesserte Integration zu identifizieren, empfiehlt die Kommission im gleichen Zug vorab eine Studie durchführen zu lassen, mit der die Schwierigkeiten der einzelnen Migrantengruppen erfasst werden. «Eine Studie über die Probleme, denen diese verschiedenen Gruppen ausgesetzt sind, wäre hilfreich für die Erarbeitung der Stategie und dafür, diese auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen mit Migrationshintergrund auszurichten», so ECRI-Präsident Paul Lehners. (bo)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Dienstag, 15. Mai 2018.

14. Mai 2018 / 22:33
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