• Seit dem Jahr 2000 wurden laut WHO rund 5,5 Milliarden Masern-Impfdosen an Kinder verabreicht (Archiv)
    Das Amt für Gesundheit empfiehlt eine zweimalige Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln.  (KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Erster Masernfall seit zehn Jahren

Letzte Woche kam es in Liechtenstein zum ersten Masernfall seit zehn Jahren. Der betroffenen Person geht es wieder gut, sie ist nicht mehr ansteckend. Sie hatte sich während eines Aufenthaltes im Ausland ausgesteckt.
Vaduz. 

Wie das Amt für Gesundheit in einer Mitteilung schreibt, sei die erkrankte Person am Montag letzter Woche von einem Auslandaufenthalt nach Liechtenstein zurückgekommen. Am Mittwoch wurde sie bei ihrer Hausärztin vorstellig. Aufgrund der Symptome wurde sie mit Verdacht auf eine Masernerkrankung ins Liechtensteinische Landesspital überwiesen. Die Ansteckung sei während ihrem Auslandaufenthalt erfolgt.

Die betreuenden Ärztinnen und Ärzte hätten schnell reagiert. Solange sie infektiös war, wurde die erkrankte Person isoliert, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Daraufhin wurde der Impfstatus aller Personen, welche mit der Erkrankten Kontakt hatten, kontrolliert. Fast alle Kontaktpersonen waren gemäss Impfempfehlung zwei Mal gegen Masern geimpft. Bei Personen, die nicht oder unvollständig geimpften waren, wurde nachgeimpft. Die erkrankte Person hatte in ihrer Kindheit in ihrer damaligen Heimat nur eine Dosis der Masernimpfung erhalten. Nach einer unerwünschten Wirkung auf diese erste Dosis entschied ihr damaliger Arzt korrekt, die zweite Dosis nicht zu verabreichen, heisst es weiter in der Mitteilung.

Seit Sonntag ist die erkrankte Person wieder zu Hause. Es geht ihr gut und sie ist nicht mehr ansteckend.

Das Amt für Gesundheit hält in der Mitteilung zudem fest, dass es kein Medikament gibt, dass die Masernviren direkt bekämpfen kann. Bei Masern erfolge daher eine rein symptomatische Behandlung. Es gehe darum, die Beschwerden zu lindern um den Körper dabei zu unterstützen, die Masernviren zu bekämpfen. Masern können sehr unterschiedlich verlaufen. Wie sich die Krankheit entwickelt, hängt vor allem davon ab, wie gut das Immunsystem auf die Infektion reagiert und wie schnell die Symptome behandelt werden. Bei Erwachsenen verlaufen die Masern gewöhnlich schwerer als bei Kindern.

Die Impfung schütze zuverlässig vor Masern. Das Amt für Gesundheit empfiehlt eine zweimalige Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln, im Abstand von mindestens vier Wochen. 

Weitere Informationen zu Masern gibt es auf der Webseite des Amtes für Gesundheit, www.ag.llv.li (ikr/red)

 

14. Mai 2018 / 16:11
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