• Holzheizwerk in Balzers
    Die Beiräte der Klimastiftung Schweiz sahen sich in ihrer Entscheidung bestätigt, die Liechtensteiner Projekte zu fördern.  (Daniel Schwendener)

Projektbesichtigung bestätigt die Annahme

Seit rund drei Jahren besteht zwischen der Life Klimastiftung Liechtenstein und der Klimastiftung Schweiz eine enge Zusammenarbeit. Gestern besuchten die Beiräte der schweizerischen Stiftung zum ersten Mal drei der über 20 unterstützten Projekte in Liechtenstein.
Balzers. 

Die Beiräte der Klimastiftung Schweiz hatten gestern einen spannenden, aber auch anstrengenden Besichtigungstag dreier Projekte in Liechtenstein. Als Erstes wurde das Holzheizwerk und die Wäscherei FIX AG in Balzers besichtigt. Am Nachmittag folgte der Besuch bei der BVD Druckerei in Schaan und abschliessend führte das Programm die Gäste aus der Schweiz zum Milchhof in Schaan.
Seit rund drei Jahren besteht zwischen der Klimastiftung Schweiz und der Life Klimastiftung Liechtenstein eine enge Zusammenarbeit, mit dem gemeinsamen Ziel, umweltfreundliche Projekte durch Fördergelder zu unterstützen.

Für eine nachhaltige Umwelt

Im Januar vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten für das Holzheizwerk in Balzers, welche rund acht Monate später bereits beendet werden konnten. Es ist das grösste der 17 Holzheizwerke in Liechtenstein, und ihre Energieabnehmer erhielten im vergangen Jahr einen einmaligen Förderbeitrag von der Life Klimastiftung Liechtenstein sowie der Klimastiftung Schweiz. «Der Grund, weshalb das Holzheizwerk in Balzers gebaut wurde, ist derjenige, dass hier die meisten Abnehmer auf engstem Raum sind», erklärte der Geschäftsführer des Werks, Gerhard  Wille. Des Weiteren habe dieser Standort den Vorteil, dass die Transportwege verhältnismässig kurz seien und das Holz in Liechtenstein selber verarbeitet werden könne.

Nach der kurzen Einführung erhielten die Beiräte der Klimastiftung Schweiz die Gelegenheit, den Heizkessel und die Wasserspeicher zu begutachten. Um sich den Prozess der Holzverbrennung besser vorstellen zu können, folgte eine Erklärung von Wille: «Das Holz wird im Wald zu Hackschnitzeln aufbereitet und hierher transportiert. Anschliessend wird es vollautomatisch in den Heizkessel abgeführt, wo eine computergesteuerte Verbrennung folgt. Danach wird Dampf und Warmwasser produziert, wobei die daraus entstandenen Abgase so genutzt werden, dass möglichst viel Energie aus dem Holz gewonnen werden kann.» Zu guter Letzt werde die erzeugte Energie über Rohre zu den Abnehmern transportiert und das kalte Wasser nach Energieverbrauch wieder zum Holzheizwerk zurückgeleitet. «Somit schliesst sich der Kreislauf», erklärte Wille. Erwähnenswert sei auch, dass alle Waldbesitzer Liechtensteins in das Projekt integriert seien, fügte Siegfried Kofler, Förster von Gamprin, Ruggell und Schellenberg, an. (jka)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Freitag.

26. Jun 2015 / 10:43
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