• Betrug Telefon
    Missbräuchlich Zugang zu Name, Adresse, Telefonnummern und Geburtsdatum verschafft.  (PeopleImages)

2400 Liechtensteiner von Datenleck betroffen

Nach zwei Netzausfällen kommt jetzt der Datenklau dazu – die Pannenserie bei der Swisscom im Jahr 2018 scheint nicht abzureissen. Auch Liechtensteiner Mobilfunkkunden sind betroffen.
Vaduz. 

Bei der Swisscom AG läuft es momentan gar nicht rund. Gestern Morgen wurde bekannt, dass sich  Unbekannte über die Zugriffsrechte eines Vertriebspartners missbräuchlich Zugang zu Name, Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum von rund 800 000 Kunden verschafft haben. Davon seien auch 2400 Liechtensteiner Kunden betroffen, wie Armin Schädeli, Mediensprecher der Swisscom AG, auf Anfrage mitteilt.

«Bisher konnten wir keine Aktivitäten zum Nachteil unserer Kunden feststellen. Möglich wären aber beispielsweise mehr Werbeanrufe», erklärt Schädeli. Wenn sich herausstelle, dass auf die Daten zugegriffen wurde, empfehle Swisscom das Einrichten des Call-Filters, erklärt Schädeli. Als Sofortmassnahme hat das Unternehmen die betroffenen Zugänge des Vertriebspartners gesperrt. Weiters seien  grössere Abfragen von sämtlichen Kundenangaben künftig technisch unterbunden. Betroffene können laut Schädeli eine SMS Kurznachricht an die Nummer 444 mit dem Stichwort «Info» senden, darauf erhalten sie eine Nachricht, ob auf ihre Kunden-angaben zugegriffen wurde oder nicht. 

In der Medienmitteilung heisst es, dass es sich dabei grösstenteils um Kontaktdaten handle, die öffentlich oder über Adresshändler verfügbar sind. Denn diese Kundendaten erhebe die Swisscom von Gesetzes wegen, sie werden für den Abschluss eines Abonnements benötigt. Betroffen seien primär Mobilfunkkunden, aber vereinzelt auch Festnetzkunden. Swisscom betonte gestern, «dass das System nicht gehackt wurde und keine besonders schützenswerten Daten wie etwa Passwörter, Gesprächs- oder Zahlungsdaten von diesem Vorfall betroffen sind. Da greifen bereits seit Langem strengere Schutzmechanismen.» 

Telecom Liechtenstein nicht betroffen

Das neue Jahr brachte für die Swisscom AG bisher nicht viel Gutes. Gestern wurde neben dem Datenklau bekannt gegeben, dass 700 Stellen abgebaut werden. Zuvor gab es zwei weitere Pannen. Die erste ereignete sich Anfang Januar, damals sorgte ein Softwarefehler dafür, dass ankommende und abgehende Gespräche von Geschäftskunden beeinträchtigt waren. Eine Woche später konnten widerum rund tausend Firmenkunden der Swisscom in der Schweiz nicht telefonieren. Dazu schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung: «Die Störung ist auf höchster Stufe eskaliert. Swisscom arbeitet mit höchster Priorität zusammen mit dem Software-Lieferanten an der Behebung.»

Derweil läuft es bei der Telecom Liechtenstein AG rund. «Die Telecom ist vom Datenleck nicht betroffen», erklärt Mediensprecher Matthias Bieber. Die Telecom biete ihren Kunden sehr hohe Schutzstandards. «Hierfür haben wir uns nach den Vorgaben der ISO-27001-Norm für Informationssicherheit durch externe Auditoren eigens zertifiziert. Zudem werden gerade die Bestimmungen der neuen EU Datenschutzgrundverordnung im Unternehmen umgesetzt», erklärt Bieber. (qus)

 

08. Feb 2018 / 14:20
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
20. August 2018 / 10:13
20. August 2018 / 15:57
20. August 2018 / 17:14
Meistkommentiert
10. August 2018 / 10:43
17. August 2018 / 12:01
16. August 2018 / 22:24
Aktuell
20. August 2018 / 19:07
20. August 2018 / 17:41
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
the drummer
Zu gewinnen 3 x 2 Karten für Freitag, 24. August, 20.30 Uhr
26.07.2018
Facebook
Top