• Ein Leserbild zeigt, dass auch zwei Container beim Grosssteg Opfer des Sturmes «Evi» wurden. Bild: Werner Schädler

Stürmisches Trio zieht über die Region

Zum Jahresbeginn fegte «Burglind» über das Land, vorgestern «Evi» und heute wird der Sturm «Friederike» erwartet. Ein umgekippter Lastwagen und Zugausfälle sind die bisherige Bilanz.

Im Vergleich zum Sturmtief «Burglind» zeigte sich «Evi» eher harmlos. «Evi brachte an meinen Wetterstationen in Triesenberg Geschwindigkeiten von 73 km/h, in Triesen 67 km/h, in Balzers 83 km/h und in Mäls 70 km/h» sagt Kenny Vogt von der Wetterstation in Balzers. Aufgrund der von «Burglind» teilweise geschwächten Bäume bestand auch dieses mal grosse Gefahr von umstürzenden Bäumen. Nicht nur das: Auf der A13 kippte gestern Nachmittag kurz nach 13 Uhr ein Lieferwagen mit Anhänger. Dieser wurde vom Wind umgeblasen, wie die Kantonspolizei St.Gallen bestätigt. Der 42-jährige Chauffeur konnte die Führerkabine unverletzt verlassen. Der Mann war von Sevelen in Richtung Trübbach unterwegs. Kurz vor der Ausfahrt Trübbach ergriff eine Windböe die Fahrzeugkombination und kippte den Anhänger und folglich auch den Lieferwagen um. Der Anhänger und der Lieferwagen kamen auf dem Überholstreifen zum Stillstand, wobei der Anhänger vor dem Lieferwagen lag. Weder der Lieferwagen noch der Anhänger waren beladen. Der Verkehr konnte über den Pannenstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Es entstand grosser Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Die Kantonspolizei St.Gallen musste zusätzlich mehrere Personen Anzeigen , welche während dem Vorbeifahren die Unfallstelle filmten oder fotografierten. Diese  gefährdeten nicht nur die Verkehrssicherheit, sie trugen auch massgeblich zur Staubildung bei. Sturmtief «Evi» hatte in der Nacht auf Mittwoch zu einigen Einsätzen geführt. Auf der Bahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs stürzte ein Baum auf die Gleise. Die Strecke war bis gestern Abend gesperrt. Ein Güterzug kollidierte mit dem auf dem Gleis liegenden Baum. Die Oberleitung wurde auf einer Länge von rund 300 Metern beschädigt, die Lokomotive wurde leicht demoliert, wie der ORF berichtet. Fernverkehrszüge wurden über St. Margrethen umgeleitet. Für den Nahverkehr wurden zwischen Feldkirch und Buchs Busse eingesetzt.

Experten warnen vor Gefahren im Wald
Fachleute warnen wegen des Sturmtiefs eindringlich vor Wanderungen im Wald.  Viele Bäume seien vom letzten Sturm «Burglind» Anfang Januar angeschoben worden, aber nicht umgestürzt, sagt Andreas Amann von der Abteilung Forstwirtschaft des Landes. Jede Sturmböe berge somit ein Risiko, sagt der Experte. Von Wanderungen oder Spaziergängen im Wald sei daher abzuraten.

«Friederike wird unserer Region nicht viel anhaben»
Der nächste Sturm steht bereits in den Startlöchern. «Randtiefs, wie <Friederike> eines ist, haben zwar die Eigenschaft schwer vorhersagbar zu sein. Ich glaube aber nicht, dass dieser Böen in Orkanstärke erreichen wird», meint Vogt. Es muss jedoch zeitweise mit stürmischen Böen gerechnet werden, aber in keinem ungewohnten Ausmass. « Ein solcher sturmreicher Jahresbeginn haben wir in der Tat nicht jährlich, aber sie kommen immer wieder vor», erklärt Vogt. Bekanntestes Beispiel ist das Trio Daria, Vivian und Wiebke, welche im Winter 1990 speziell in Nordeuropa für immense Schäden sorgten. (nb) 

18. Jan 2018 / 07:00
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