• Robert Wallner
    «Die Untersuchung war sehr aufwändig. Es mussten Konto- und Buchhaltungsunterlagen von mehr als 13 Jahren ausgewertet werden», wird der Leitende Staatsanwalt Robert Wallner in der Medienmitteilung zitiert.  (Daniel Schwendener)

Staatsanwalt hat Anklage erhoben

Nach Abschluss der Untersuchung hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen eine 64- jährige ehemalige Mitarbeiterin des Amtes für Volkswirtschaft eingebracht. Es werden ihr darin die Verbrechen des gewerbsmässigen schweren Betruges und der Geldwäscherei zur Last gelegt.

Die Anklage geht von einem Schaden zum Nachteil der Arbeitslosenversicherungskasse in Höhe von 2,77 Millionen Franken aus. Die Beschuldigte soll laut Anklage im Zeitraum von März 2003 bis August 2016 in zumindest 429 Fällen die Kollektivzeichnungsberechtigten der Arbeitslosenversicherung zur Freigabe von Zahlungen auf Konten verleitet haben, die der Beschuldigten zuzurechnen sind, wie die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung schreibt. Der Angeklagten drohen zwischen einem und zehn Jahren Freiheitsstrafe.

Wie die Staatsanwaltschaft weiter schreibt ist die Anklage noch nicht rechtskräftig. Die Beschuldigte hat das Recht, binnen 14 Tagen Einspruch zu erheben, über den das Obergericht zu entscheiden hätte. Die Beschuldigte befindet sich auf freiem Fuss. Sie wurde im Februar 2017 gegen Zahlung einer Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen und ist teilweise geständig. 

«Die Untersuchung war sehr aufwändig. Es mussten Konto- und Buchhaltungsunterlagen von mehr als 13 Jahren ausgewertet werden», wird der Leitende Staatsanwalt Robert Wallner in der Medienmitteilung zitiert. Zur Beschaffung eines Teiles der Kontounterlagen musste die Schweiz um Rechtshilfe ersucht werden. «Die Kriminalpolizei hat sehr gute Arbeit geleistet. Derzeit beschäftigen uns aber neben dem laufenden Betrieb mehrere äusserst arbeitsintensive Grossverfahren, die Kripo, Staatsanwaltschaft und Untersuchungsgericht stark belasten. Mit den vorhandenen Ressourcen ist das kaum zu bewältigen. Wir mussten weniger dringliche Fälle, in denen die Verdächtigen nicht in Untersuchungshaft sitzen, zurückstellen», so Wallner weiter. (red.)

12. Okt 2017 / 10:50
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