• Der gesuchte Steuersünder aus Deutschland konnte am Donnerstag in Liechtenstein festgenommen werden.

In Liechtenstein festgenommen

Zwei Wochen lang hat die deutsche Polizei mit einem Fahndungsfoto nach einem Essener Steuerhinterzieher gesucht. In Liechtenstein konnte er am Donnerstag festgenommen werden.

Neun Millionen Euro soll der Mann aus Essen am deutschen Fiskus vorbeigeschleust haben. Dies gelang ihm gemäss deutscher Regionalzeitung «WAZ» mit der Hilfe einiger Treuhänderfirmen, über die er das Geld auf Konten in Liechtenstein deponieren konnte. Weil der Mann jedoch nicht mehr auffindbar war, veröffentlichte die Essener Polizei Ende Juni ein Fahndungsfoto des 57-Jährigen. Dies führte in Liechtenstein nun zum Erfolg. Unbekannt ist der Mann aus Deutschland, ein Schrotthändler, hierzulande nicht: Er sorgte einst für Furore, als er in einem Gespräch mit der Financial Times berichtete, dass die First Advisory für ihn gearbeitet und ihn über den Tisch gezogen habe. Die «Treuhänderclique um Moosleithner-Batliner» habe ihn um 30 Millionen Euro geprellt. Sie hätten keine ordentliche Buchhaltung geführt und so seine Steuerprobleme verursacht. Der Pressesprecher der First Advisory sagte gegenüber der «Basler Zeitung», dass diese Vorwürfe «sachlich völlig entkräftet» seien: «Zu seiner Verteidigungsstrategie gehörte in den vergangenen Jahren seit 2008, unschuldigen Dritten, darunter auch liechtensteinischen Treuhändern und Anwälten, mit unterschiedlichsten Vorwürfen unzulässigerweise die Schuld für seine Situation zuzuschieben, um seine Alleinverantwortung für den Mehrwertsteuerbetrug in Abrede zu stellen.» (red)

13. Jul 2018 / 07:00
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