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    «Ein solcher Medaillengewinn steigert sicher den Bekanntheitsgrad des Fürstentums Liechtenstein», sagte der Mediensprecher für Liechtenstein Marketing, Joël Grandchamp.  (Michael Probst)

Olympia: Liechtenstein im Freudentaumel

Am Samstag gewann Tina Weirather in Pyeongchang im Super-G die zehnte Olympische Medaille für Liechtenstein. Sie löste damit eine grosse Euphorie aus.
Pyeonchang/Vaduz. 

Zahlreiche Liechtensteiner verwandelten die Nacht zum Tag und standen in den frühen Morgenstunden auf, um die Medaillenfahrt von Tina Weirather vor dem Fernsehkasten live mitzuverfolgen. Auf höchster Ebene freuen sich Liechtensteins Exponenten. Sportminister Daniel Risch überbrachte eine Gratulationsbotschaft. Keine Auskunft gegenüber den Medien räumte das Fürstenhaus ein. Das Fürstenhaus gratuliere auf eigenem Weg, hiess es auf Nachfrage.

Mit viel Euphorie hat Liechtensteins Sportminister Daniel Risch den Medaillengewinn erlebt. «Ich habe mich sehr gefreut, war aufgestanden und hatte das Rennen auf dem Ipad verfolgt. Es schaute nach ihrer Fahrt extrem gut aus und ich dachte, jetzt ist es Silber. Doch schliesslich erging es mir wie allen, als Ledecka noch Gold gewann. Dennoch habe ich mich sehr über die Bronzemedaille gefreut», schilderte Daniel Risch.
Der Sportminister misst dem Medaillengewinn grosse Bedeutung bei. «Für mich hat diese Medaille eine grosse Bedeutung, denn wir waren Weltmeister an Medaillen in Bezug auf die Einwohnerzahl. Vielleicht wirds am Mittwoch die Elfte, ohne damit Druck auf Tina zu erzeugen. Dieser Erfolg freut mich für Tina und ihr gesamtes Team. Sie hätte die Medaille schon vor vier Jahren in Sotschi verdient», stellte Daniel Risch klar. Erfolge im Sport seien besonders schön. «Das löst stets positive Emotionen aus.»

Der Sportminister weilte in der ersten Woche der Olympischen Winterspiele in Südkorea. Dort erfuhr er bereits von der Popularität der liechtensteinischen Ausnahmekönnerin. «Sie war stets ein Thema, zumal sie in anderen Ländern bestens bekannt ist. Tina kommt als Athletin gut an und unsere Nachbarn freuen sich mit ihr. Es wird als ein Erfolg der Alpenregion gesehen», erläuterte Daniel Risch. 
Direkte Reaktionen nach dem Medaillengewinn von seinen Amtskollegen in Österreich und der Schweiz blieben aus. «Das TV Ostschweiz hat sich gemeldet und wollte ein Interview in Malbun. Es gab weitere Anfragen von den Medien. Eines sei aber gesagt: Der Erfolg gehört vor allem Tina Weirather», stellte Daniel Risch klar.

Auch Liechtenstein Marketing nutzt die Plattform, um Werbung für das Land zu betreiben. Was löste das bei Liechtenstein Marketing aus? «Wir haben uns sehr für Tina Weirather gefreut, als wir am Samstagmorgen vom Medaillengewinn erfahren haben. Da wir bereits wussten, dass es im Fall eines Erfolgs zu einer Medaillenfeier kommen wird, haben wir noch am Samstag eine Einladung per E-Mail versendet. Die ersten Vorabklärungen und Reservationen haben wir im Auftrag des LOC bereits in der vergangenen Woche vorgenommen», klärte der Mediensprecher für Liechtenstein Marketing, Joël Grandchamp, auf. Ein solcher Triumph sorgt für Aufsehen weltweit. Kann man das in Geld aufwiegen? «Ein solcher Medaillengewinn steigert sicher den Bekanntheitsgrad des Fürstentums Liechtenstein und bietet uns als Marketingorganisation des Landes, eine gute Gelegenheit, Liechtenstein und insbesondere das Berggebiet bekannter zu machen. Gerade im Marketingbereich leben wir von guten Stories: Menschen hören gerne spezielle Geschichten und dieser Medaillengewinn ist eine solche Geschichte», erläuterte Grandchamp, relativierte jedoch: «Der kommunikative Wert eines Medaillengewinns lässt sich jedoch nicht in genauen Zahlen quantifizieren.» (eh)

19. Feb 2018 / 23:22
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