• Fussball Super-League: FC Vaduz - BSC Young-Boys
    FCV-Trainer Vrabec war nicht nur während des Spiels aufgebracht.  (Eddy Risch)

Dünnhäutige FCV-Akteure

Beim FC Vaduz läuft es nicht so, wie man es sich das anfangs Saison vorgestellt hat. Das Saisonziel muss bereits nach sieben Spielen angepasst werden. Das geht nicht spurlos an den Verantwortlichen vorbei. Mit Kritik können sie offensichtlich nur schlecht umgehen.

Allen voran musste Trainer Roland Vrabec nach dem enttäuschenden 2:2 gegen Aufsteiger Rapperswil-Jona Dampf ablassen. Er tat dies gegenüber dem Sportchef von Radio L, Chrisi Kindle, in einem ungewöhnlichen Interview. Natürlich gehören Emotionen dazu, vor allem so kurz nach einer enttäuschenden Leistung, zweimaliger Führung und zwei dummen Gegentoren. Vrabec entgegnete Kindle auf die Frage, warum es für den angestrebten Befreiuungschlag nicht gereicht hatte, forsch: «Sag Du mir das doch. Wo siehst Du denn die Gründe. Du hast es von oben vielleicht besser gesehen?»

Heftige Kritik an den Spielern

Kindle reagierte gelassen und zählte mangelnde Chancenverwertung und Fehler in der Defensive auf, was Vrabec, wohl leicht genervt, fortlaufend mit einem «sehr gut» quittierte. Dann geht der Deutsche auf seine Spieler ein, kritisiert sie scharf. «Was muss denn noch passieren? Wir haben zweimal geführt. Soll die Sonne noch etwas herausschauen, dass die Jungs Lust kriegen, weiter Fussball zu spielen?» Vrabec teilte weiter aus und forderte Chrisi Kindle auf: «Frag Puljic oder Bühler, wo sie bei der Flanke standen, oder frag Jehle, warum er rausgehen muss.» Angesprochen hat der FCV-Trainer hier die beiden Ausgleichstreffer der Rapperswiler. Analysieren müsse er dieses Spiel, solange sich die Spieler gegenseitig auf der gegnerischen Torlinie abschiessen, auch nicht, meinte Vrabec.

Die Verantwortung trägt schliesslich der Trainer

Bei aller Kritik, die durchaus gerechtfertigt ist, trägt schliesslich der Trainer die Verantwortung und muss sich ebenfalls hinterfragen. Vrabec hat in 18 Meisterschaftsspielen mit Vaduz in der Super- und Challenge League gerade mal vier Siege einfahren können. In der Challenge League kann er – verglichen mit der Konkurrenz – auf einen qualitativ hochstehenden Kader zurückgreifen. Nun haben er und sein Team dank einer Schweizer Cuprunde am Wochenende knapp zwei Wochen Zeit, den gewünschten Turnaround zu bewerkstelligen. Gibt’s auch auswärts gegen Wohlen am 21. September keine Besserung, müssen sich Vrabec und der FCV weitere Kritik anhören. Konsequenzen aus dieser Kritik hat im Übrigen auch FCV-Präsidentin Ruth Ospelt gezogen. Sie hat ihr «Vaterland»-Abo gekündigt. (kop)

13. Sep 2017 / 10:07
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
21. September 2017 / 19:27
21. September 2017 / 15:46
21. September 2017 / 19:08
Meistkommentiert
08. September 2017 / 12:23
05. September 2017 / 08:36
04. September 2017 / 19:15
14. September 2017 / 00:14
Aktuell
21. September 2017 / 20:37
21. September 2017 / 20:12
21. September 2017 / 19:27
21. September 2017 / 19:08
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
Schloss Vaduz
Zu gewinnen 1 Ravensburger Puzzle Schloss Vaduz
Facebook
Top