• Tunnel in Steg
    Soll in den nächsten zwei Jahren saniert werden: Tunnel Gnalp-Steg  (Daniel Schwendener)

Tunnelsanierung in drei Phasen

Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch und Amtsleiter Markus Verling informierten heute Mittwoch die Medien über die anstehende Sanierung des Tunnels Gnalp-Steg. Für die Realisierung der Arbeiten in diesem Jahr wird der Tunnel vom 5. April bis 9. Mai für den Verkehr gesperrt.

Der Tunnel Gnalp-Steg stammt aus dem Jahr 1947 und weist bautechnische Mängel auf. Die 56 Jahre alte Betonfahrbahn befindet sich in einem kritischen Zustand. Diese soll daher durch einen neuen Asphaltbelag ersetzt werden. Im Vorfeld der Projektausarbeitung wurde zudem eine umfassende sicherheitstechnische Überprüfung vorgenommen. Diese zeigt entsprechenden Handlungsbedarf auf.

Im Jahr 2013 wurde eine spezialisierte Ingenieurunternehmung beauftragt, die Sicherheit des Tunnels Gnalp-Steg zu beurteilen und zu prüfen. Zuerst wurde der Ist-Zustand erfasst. In einem zweiten Schritt entstand ein Massnahmenplan, welcher aufzeigt, wie ein ausreichendes Sicherheitsniveau erreicht werden kann.

Die sicherheitstechnische Beurteilung erfolgte anhand einer für den Kanton Graubünden entwickelten Methodik. Die Methodik beinhaltet in Ergänzung zu den Vorgaben in den Normen (SIA-Normen, ASTRA-Richtlinien) auch einen spezifischen Sicherheitsstandard, der den speziellen Randbedingungen (Alpine Hochgebirgslage mit wenig Verkehr) in besonderem Masse Rechnung trägt.

Basierend auf der erstellten Massnahmenplanung wurde ein Vorprojekt für die Instandstellung des Tunnels erarbeitet.

Gesamtkosten von 3.5 Millionen Franken

Das Projekt wird in drei Phasen durchgeführt. Die Planungsarbeiten in Phase 1 erfolgten bereits im Jahr 2017. In Phase 2 wird im Jahr 2018 die bauliche Ertüchtigung ausgeführt. Im Jahr 2019 erfolgt dann in Phase 3 die sicherheitstechnische Ertüchtigung. Die gesamten Investitionen für die Tunnelsanierung werden mit 3.5 Millionen veranschlagt. Dabei entfallen 2 Millionnen auf die bauliche Ertüchtigung, 1.2 Millionen auf die sicherheitstechnische Ertüchtigung und 300 000 Franken auf die Planungsarbeiten. Im Budget 2018 sind für die bauliche Ertüchtigung 2 Millionen enthalten.

Totalsperrung vom 5. April bis 9. Mai 2018

Aufgrund der engen Platzverhältnisse ist eine Sanierung unter Verkehr nicht möglich. Um die Bauzeit und damit die Beeinträchtigung für die Nutzer möglichst kurz zu halten und ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen, wird der Tunnel 2018 für fünf Wochen gesperrt. Die Arbeiten können aufgrund dieser Totalsperrung und der Arbeit im 3-Schicht-Betrieb an sieben Tagen die Woche in einem relativ kurzen Zeitfenster durchgeführt werden.

Der Tunnel muss, nach den Vorbereitungsarbeiten, vom Donnerstag, 5. April 2018, um 8 Uhr bis voraussichtlich Mittwoch, 9. Mai 2018, 17 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Um die Erreichbarkeit von Steg und Malbun zu gewährleisten, wird eine Umleitung über den alten Tunnel eingerichtet. Die Lichtsignale werden bei den Abzweigungen von der Landstrasse platziert, da die Kreuzungsmöglichkeit auf der Umleitungsstrasse nur sehr bedingt gegeben ist. Im Notfall muss das Bauunternehmen sicherstellen, dass der Tunnel innerhalb von 20 Minuten soweit geräumt wird, dass Rettungsfahrzeuge (Krankenwagen, Polizei, Feuerwehr) den Tunnel passieren können.

Sanierung Tunnel Gnalp-Steg in 3 Phasen

Phase 1: Planungsarbeiten

Diese Arbeiten beinhalten die Projektierungsarbeiten des gesamten Projekts sowie die Submission und wurden im Jahr 2017 ausgeführt

Phase 2: Bauliche Ertüchtigung

Diese Phase, welche im Jahr 2018 umgesetzt wird, beinhaltet die Erneuerung der Fahrbahn und der Ersatz der Betonplatte durch einen Asphaltbelag. Gleichzeitig werden alle nötigen Werkleitungen erstellt und der Rohbau der SOS-Nischen aus dem Fels ausgebrochen.

Phase 3: Sicherheitstechnische Ertüchtigung

Im Jahr 2019 wird dann in einem letzten Schritt die sicherheitstechnische Ertüchtigung bestehend aus der Tunnelbeleuchtung mit Adaptionsbeleuchtung, der optischen Leiteinrichtung an den Banketten, einer Unterbrechungsfreien Stromversorgung, einer neuen ereignisgesteuerten Lichtsignalanlage, UKW Empfang und DAB+ im Tunnel inkl. Einsprechmöglichkeiten, ein Betriebs- und Unterhaltskonzept, einer Löschwasserversorgung ein Einsatzkonzept und Einsatzpläne, einer neuen Signalisation, der Fluchtwegsignalisation sowie SOS-Nischen alle 150 Meter mit Notrufsäulen und Feuerlöschern umgesetzt. (ikr)

24. Jan 2018 / 14:25
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