• Schulbautenstrategie
    An verschiedenen Standorten besteht dringender Handlungsbedarf

Schulbautenstrategie definiert

Die Regierung hat den Bericht zur Schulraumplanung der Sekundarschulstandorte und -bauten (Schulbautenstrategie) zu Handen des Landtages verabschiedet. Dieser beinhaltet unter anderem den Ersatzbau des Traktes G beim Schulzentrum Mühleholz sowie den Bau des 2008 beschlossenen Schulzentrums Unterland II in Ruggell.
Vaduz. 

Im Zuge der Bewertung der bestehenden Standorte hat sich ergeben, dass an verschiedenen Standorten dringender Handlungsbedarf besteht. Für die Zukunft muss zusätzlicher bedarfsgerechter Schulraum geschaffen werden, welcher flexibel und multifunktional sein soll. Unter Berücksichtigung des Gesamtkontextes und der bisherigen politischen Beschlüsse wird im Rahmen der Schulbautenstrategie und im Sinne eines Zielbildes 2028 Folgendes vorgeschlagen:

   - Ersatzbau des Traktes G beim Schulzentrum Mühleholz I, damit die
     Schülerinnen und Schüler der Realschule Schaan (St. Elisabeth)
     inkl. der Sportklassen in das SZM II integriert werden können
     und sowohl das SZM I als auch das SZM II über ein genügendes
     bedarfsgerechtes Raumangebot verfügen, welches den Leitlinien
     entspricht;

   - Bau des vom Landtag im Jahr 2008 beschlossenen Schulzentrums
     Unterland II in Ruggell für die Ober- und Realschulkinder der
     Gemeinden Ruggell, Gamprin und Schellenberg sowie für die
     Lernenden der Berufsmaturitätsschule (Vollzeit- und
     Teilzeitlehrgang);

   - Der im Schulzentrum Unterland in Eschen frei werdende Platz soll
     für das Freiwillige 10. Schuljahr und den IK-DaZ (Intensivkurs
     Deutsch als Zweitsprache) genutzt werden.

Stimmt der Landtag der Strategie zu, werden für die vorgeschlagenen Massnahmen Finanzbeschlüsse ausgearbeitet und dem Landtag von der Regierung zur Beschlussfassung vorgelegt.

Mit dieser Strategie lässt sich erreichen, dass alle Standorte den Leitlinien entsprechen und die Schulen eine schulorganisatorisch und pädagogisch geeignete Grösse haben. Mit dem Neubau des Schulstandortes in Ruggell werden die bisherigen politischen Entscheidungen berücksichtigt und  zudem dem Anliegen Rechnung getragen, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler des Landes von einer wohnortsnahen Schule profitieren  können.  Wie im Oberland soll auch im Unterland ein dezentraler Ansatz bei den Schulstufen der Ober- und Realschule realisiert werden. Auch der Teilzeit- und Vollzeitlehrgang der BMS sowie die Sportschulklassen der Sekundarstufe I und der gymnasialen Oberstufe können jeweils an einem Standort zusammengeführt werden, was identitätsstiftend ist, Synergien schafft und den Handlungsspielraum in Bezug auf die künftige Ausrichtung erweitert. Nach der Umsetzung der Strategie im Jahr 2028 verfügt das Land über ausreichenden, bedarfsgerechten und zukunftsorientierten Schulraum.

Die Strategie, welche dem Landtag als Entscheidungsgrundlage vorgelegt wird, baut auf der bestehenden Schulraumstruktur auf, berücksichtigt die bisherige politische Diskussion sowie die massgebenden Landtagsbeschlüsse in dieser Thematik und integriert qualitative sowie quantitative Leitlinien für eine zukunftsorientierte Schulraumgestaltung. «Es geht dabei darum, Schulraum für die nächsten Jahrzehnte zu schaffen, als optimale Lernumgebung für unsere Schülerinnen und Schüler», so die zuständige Bildungsministerin Dominique Gantenbein. Die Leitlinien, auf die sich die Regierung stützt, beschreiben Anforderungen, welche bei nachhaltigen Schulbauten aus pädagogischer, schulorganisatorischer, baulicher und baubetrieblicher Sicht in Zukunft erfüllt sein sollen. (ikr)

30. Jan 2018 / 15:15
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