• Besuch Vorarlberger Landesregierung
    Besuch der Vorarlberger Landesregierung Foto: ikr, Brigitt Risch  (Brigitt Risch)

Regierungstreffen Liechtenstein-Vorarlberg

Am 28. November trafen die Regierungen des Fürstentums Liechtenstein und des Landes Vorarlberg in Vaduz zu ihrem alljährlichen Arbeitsgespräch zusammen. Sport und Kultur waren dabei die Schwerpunktthemen
Vaduz. 

Das Arbeitsgespräch und der informelle Austausch haben eine lange Tradition. Nachdem das Treffen im 2016 in Bregenz abgehalten wurde, durfte die Regierung des Fürstentums Liechtenstein in diesem Jahr wieder Gastgeberin sein. Regierungschef Adrian Hasler betonte: «Bei allen politischen Anliegen, die jeweils im Raum stehen, spürt man bei den Treffen mit der Vorarlberger Landesregierung stets das gemeinsame Interesse unter Freunden, gute Lösungen zu finden.»

Ein Schwerpunkt des Arbeitsgesprächs war die 16. Weltgymnaestrada. Sie wird vom 7. bis 13. Juli 2019 in Dornbirn stattfinden. Nachdem Liechtenstein bereits 2007 offizielles Gastland der Weltgymnaestrada in Dornbirn war, hat das Land Vorarlberg Liechtenstein erneut eingeladen, als offizielles Gastland an der Weltgymnaestrada in Dornbirn mit dabei zu sein. Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein begrüsst diese Einladung. Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch informierte die Sitzungsteilnehmer beim Arbeitsgespräch über den Stand der Dinge. Für den Gastlandauftritt hat die Regierung beim Landtag einen Verpflichtungskredit in Höhe von 300'000 Franken beantragt. Der Landtag wird sich in seiner Dezember Sitzung damit befassen und über die Teilnahme Liechtensteins als Gastland entscheiden. «Die Weltgymnaestrada ist eine sehr gute Möglichkeit, Liechtenstein in unmittelbarer Nachbarschaft zahlreichen Menschen als sympathischen Gastgeber sowie als Sport-, Tourismus- und Feriendestination zu präsentieren. Zudem bietet sie uns die Chance, bestehende Netzwerke zu pflegen, neue Kontakte zu knüpfen und die Zusammenarbeit mit unserem Partner Vorarlberg zu stärken», fasste Daniel Risch die Motivation für die Teilnahme zusammen. Ein weiteres gemeinsames Thema war der Bereich Verkehr. Die Regierungsvertreter beider Länder informierten sich gegenseitig über aktuelle Projekte.

Ein anderes Schwerpunktthema des Arbeitsgesprächs waren die Aktivitäten des Fürstentums Liechtenstein im Bereich Kultur. Regierungsrätin Aurelia Frick informierte die Anwesenden über die Vorbereitungen zu 300 Jahre Liechtenstein sowie über das Kulturerbejahr 2018. Bis es mit den Feierlichkeiten zu 300 Jahre losgeht, sind es noch ziemlich genau 400 Tage. Das mitreissende Motto konnte bereits verkündet werden «Wir sind 300!». Regierungsrätin Aurelia Frick betonte, dass es nun gelte, diesem Gedanken Leben einzuhauchen und die Ideen, welche aus der Bevölkerung kommen, nach Möglichkeit in die Feierlichkeiten aufzunehmen: «Auf diese Weise soll eine Jubiläumsfeier entstehen, die weit über die Grenzen Liechtensteins auch zu unseren Nachbarn strahlt. Denn nicht zuletzt geht es im Jubiläumsjahr auch um die Rolle Liechtensteins in der Region Rheintal.» Doch zunächst findet 2018 ein anderes kulturelles Schwerpunktthema Beachtung: das kommende Jahr wurde von der Europäischen Union und dem Europarat zum Europäischen Jahr des Kulturerbes erklärt. Das Ministerium für Äusseres, Justiz und Kultur hat diesen Impuls gerne aufgenommen und möchte Denkanstösse und Beispiele für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Kulturgut geben. Das Ministerium möchte unter anderem eine Plattform mit dem Titel #denkX18, schaffen und zum Mitmachen animieren.

28. Nov 2017 / 17:40
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