• Besuch von Miroslav Lajcák, Präsident der UNO-Generalversamml
    Miroslav Lajcák, Präsident der UNO-Generalversammlung und Regierungsrätin Aurelia Frick beim Mediengespräch im Regierungsgebäude  (Roland Korner / Close Up AG)

«Liechtensteins Stimme wird gehört»

Am Freitag weilte der Präsident der UNO-Generalversammlung, Miroslav Lajcák, in Liechtenstein. Der Besuch war ein Ausdruck der Dankbarkeit. Dafür, dass Liechtenstein eine aktive und konstruktive Rolle in der UNO übernimmt.
Vaduz. 

Wenn 193 Länder rufen, kann selbst der höchstgewählte Funktionär der Vereinten Nationen nicht allen Einladungen folgen. Umso mehr freute sich Regierungsrätin Aurelia Frick darüber, dass Miroslav Lajcák sich die Zeit genommen hat, nach Liechtenstein zu reisen. Vielleicht liegt es daran, dass die Beiden in ihrer Funktion als Aussenminister seit Jahren eine enge Freundschaft verbindet. Doch dass er gestern in seiner Funktion als Präsident der UNO-Generalversammlung in Vaduz weilte, darf durchaus als  Ausdruck des Dankes dafür gewertet werden, wie sehr sich Liechtenstein innerhalb der Staatengemeinschaft engagiert.          

«Straffes Programm» für den Präsidenten

Miroslav Lajcák absolvierte  gestern auch ein entsprechend «straffes» Programm, über das er sich allerdings sehr freute, wie er im Rahmen des Mediengespräches am Nachmittag betonte. Um 11.30 Uhr traf er sich mit Landtagspräsident Albert Frick, bevor er am Mittag im Kunstmuseum Liechtenstein einen Vortrag zum Thema «Migration als Teil der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung» hielt. Nach der Begrüssung durch Regierungsrätin Aurelia Frick und einem Mediengespräch war der 72. Präsident der UNO Generalversammlung schliesslich auch bei Erbprinz Alois auf Schloss Vaduz zu einem Höflichkeitsbesuch eingeladen.

«Die UNO ist handlungsfähig»

Der Vizepremier und Aussenminister der Slowakei ist sich bewusst, welch wichtige Aufgabe ihm als Präsident der UNO-Generalversammlung obliegt. Nicht zuletzt deshalb, weil die UNO vor allem im Zusammenhang mit dem Sicherheitsrat immer wieder stark in der Kritik steht. Auch Regierungsrätin Aurelia Frick wies im Rahmen der Medienkonferenz darauf hin, betonte aber, dass die UNO sehr viel als nur der Sicherheitsrat sei. So verwies sie etwa auf den von der UNO gegründeten UNHCR, der über 50 Millionen Menschen dabei unterstützt hat, sich ein neues Leben aufzubauen. Oder auf die rund 60 Blauhelm Missionen, welche die Vereinten Nationen seit 1948 in Konfliktgebiete entsendet hat, um Frieden zu stiften oder zu sichern. «Die UNO ist handlungsfähig und trägt viel zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit bei», so Aurelia Frick. Besonders stolz ist sie, dass auch ein kleines Land wie Liechtenstein seinen Beitrag dazu leisten kann. So habe die Generalversammlung beispielsweise auf Initiative Liechtensteins den präzedenzlosen «Syrien-Mechanismus», der Beweise zu schwersten Verbrechen im syrischen Bürgerkrieg sammelt und verarbeitet, mandatiert. «Wir sind ein Partner, der einen Beitrag leisten will. Und wir wollen plausibel und glaubwürdig auftreten», so die Regierungsrätin zum Einsatz Liechtensteins in der UNO.

«Kleines Land – grosse Wirkung»

«Liechtenstein beweist, wie viel ein einzelnes Land, unabhängig von seiner Grösse, bewegen kann», bestätigte Miroslav Lajcák vor den Medien. Mit seinem Besuch wolle er sich für diesen Einsatz bedanken und zeigen, dass Liechtensteins Stimme bei den Vereinten Nationen gehört werde. «Auch kleine Länder können eine grosse Wirkung erzielen und die Welt verbessern», so der Präsident der UNO Generalversammlung und bedanke sich auch dafür, dass Liechtenstein Fürsprecher des Multilateralismus ist.

Zur Sprache gelangte auch der erst im Juli vereinbarte Vertrag zur globalen Migration. Mehr als 190 Länder billigten den «Global Compact for safe, orderly and regular Migration», der sichere, geordnete Migration fördern sowie dem Menschenhandel entgegenwirken soll. «Migration ist ein globales Thema. Deshalb brauchen wir auch eine globale Kooperation», so Lajcák, der überzeugt davon ist, dass der Vertrag dabei helfen wird, künftig pro-aktiv zu agieren, statt nur zu reagieren. (dv)

24. Aug 2018 / 17:51
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