• 2. Jugendsession, Vaduz
    Am Samstag fanden sich im Vaduzer Landtagssaal einmal mehr Jugendliche zusammen, die in einer Plenarrunde in hausüblicher Manier debattierten. Diejenigen Anträge, die mit einfacher Mehrheit angenommen wurden, werden an die Regierung übermittelt.  (Nils Vollmar)

Jugendliche schnuppern Landtagsluft

In der diesjährigen Jugendsession lud der Jugendrat vergangenen Samstag zum zweiten Mal in das Hohe Haus nach Vaduz ein. Mit vier Experten an ihrer Seite arbeiteten die Jugendlichen Anträge aus und diskutierten sie anschliessend.
Vaduz. 

Am Samstag fanden sich im Vaduzer Landtagssaal einmal mehr Jugendliche zusammen. Nachdem sie am Morgen gemeinsam mit Fachexperten aus den Bereichen Bildung und Schule sowie Verkehr und Mobilität Anträge ausgearbeitet hatten, wurde ab 14 Uhr in einer Plenarrunde in hausüblicher Manier debattiert. Diejenigen Anträge, die mit einfacher Mehrheit angenommen wurden, werden an die Regierung übermittelt.

Spannender Einblick in Herangehensweise

Als erster Themenkomplex stand Bildung und Schule auf der Traktandenliste. Eine Gruppe hatte sich dabei mit dem Thema des stärkenorientierten Lernens auseinandergesetzt. Die Idee dabei war, dass alle Lernenden ihre Stärken, aber auch Schwächen haben. Das aktuelle Schulsystem lege den Fokus dabei noch zu sehr auf die Schwächen und das Erreichen eines gewissen Niveaus in allen Fächern, anstatt gezielt bei den Stärken der Schülerinnen und Schüler anzusetzen, so die Diskussionsführerin. Dieses Herumreiten auf Mängeln in einem Bereich machten dabei oft auch die Motivation in anderen Bereichen zunichte und wirkten sich zudem negativ auf das Selbstbewusstsein der Lernenden in einer ohnehin schon dynamischen Zeit aus. Auch der zweite Antrag, der sich für lebensnähere Projektwochen einsetzte, wurde mit 16:1 Stimmen angenommen.

Die zweite Hälfte der Plenarrunde stand im Zeichen der Mobilität. Eine Gruppe setzte sich in ihrem Antrag dabei für die konsequente Umsetzung der S-Bahn FLACH ein und eine zusätzliche Oberlandbahn, wie sie vom VCL vorgeschlagen wurde, ein. Damit wollen sie dem wachsenden Problem verstopfter Strassen zu Stosszeiten Rechnung tragen und öffentlichen Verkehr zu einer wirklichen Alternative machen. Zu Bedenken wird dabei auch gegeben, dass 80 Prozent der Liechtensteiner nicht in ihrer Wohngemeinde arbeiteten. Für sie und die über 19000 ins Land Pendelnden schaffte eine effiziente, den stauenden Strassenverkehr umfahrende Bahn langfristig eine attraktive Alternative zum Individualverkehr. Andere Ansätze, dem wachsenden Verkehrsproblem zu begegnen, drehten sich um autonome Kleinbusse als Feinverteiler, ein Hauptradroutennetz und ein verpflichtendes Mobilitätskonzept für Firmen ab einer gewissen Grösse.

Der rege Austausch zwischen Jugendlichen und Experten bot für Diskutierende wie Zuschauer spannende Einblicke in Herangehensweisen an aktuelle Themen. (tb)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Montag.

 

05. Nov 2017 / 23:33
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
21. November 2017 / 17:37
21. November 2017 / 17:30
21. November 2017 / 16:40
21. November 2017 / 16:12
21. November 2017 / 15:28
Meistkommentiert
02. November 2017 / 12:20
15. November 2017 / 17:51
Aktuell
21. November 2017 / 22:44
21. November 2017 / 21:05
21. November 2017 / 20:07
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
Liechtenstein Ski Marco Buechel
Zu gewinnen 1x uriger Fondueplausch im Bergrestaurant Sücka
09.11.2017
Facebook
Top