• gender equal opportunity or representation
    Die Frauen der FBP fordern gleich viele Frauen wie Männer auf den Wahllisten.  (iStock)

Gleichheit ist unbestritten – allerdings der Weg zum Ziel

Die Frauen der FBP fordern gleich viele Frauen wie Männer auf den Wahllisten. Grundsätzlich begrüssen die Parteien dies – Die Unabhängigen aber haben Mühe damit.
Vaduz. 

Seit nunmehr einem Jahr ist der neue Landtag gewählt. Eine Diskussion hängt aber noch immer deutlich nach und wird heisser diskutiert denn je: Die Frauenquote. 

Der überparteiliche Verein «Hoi-Quote» fordert eine gesetzliche Regelung. Die Frauenorganisationen in den Volksparteien versuchen es mit Realpolitik. Der jüngste Vorstoss kommt von den Frauen der FBP. Sie fordern, dass in Zukunft auf den Wahllisten – egal ob Landtagswahlen oder Gemeinderatswahlen – gleich viele Frauen wie Männer vertreten sind. Somit erhöhe sich die Sichtbarkeit der Frau im politischen Prozess, begründen sie. Mit dieser Forderung rennen sie bei der Vaterländischen Union «offene Türen ein», wie Parteipräsident Günther Fritz auf Anfrage sagt. In der Konferenz der Ortsgruppenvorsitzenden herrsche schon lange Einigkeit darüber, dass das anzustrebende Ziel für den 24. März 2019 ein 50-prozentiger Frauenanteil auf den Wahllisten sein sollte. 

Sichtbarkeit als zentraler Faktor
Der Nachholbedarf an Frauen in der Politik ist auch für den FBP-Parteipräsidenten Thomas Banzer unbestritten. Die FBP versuche bereits seit Jahren auf dieses Ziel hinzuarbeiten – leider sei es bislang nicht gelungen. «Die Erhöhung der Sichtbarkeit ist ein sehr zentraler Faktor, womit ich die Intention hinter der Forderung der Frauen in der FBP durchaus nachvollziehen und auch unterstützen kann», so Thomas Banzer. 

«Frauen, die fordern, müssen umdenken»
Etwas anders klingt es bei den Unabhängigen: «Ich habe, ehrlich gesagt, sehr grosse Mühe mit diesem Anliegen, insbesondere wenn das Wort ‹fordern› benutzt wird», sagt Parteipräsident Harry Quaderer. Diese immer wieder versteckten Ansagen einer Quote werde es für alle Parteien nur noch schwieriger machen, überhaupt Frauen auf die Listen zu bekommen. «Langsam aber sicher glaube ich, dass hier einige Frauen, die immer wieder mit Forderungen auftrumpfen, ganz einfach umdenken müssen», so Harry Quaderer. 

Alle Parteien Liechtensteins hätten dahingehend ein offenes Ohr und für Frauen sicherlich auch Platz auf ihren Wahllisten. «Aber dazu müssen die Frauen selbst natürlich auch den Mut aufbringen zum Kandidieren», so Harry Quaderer, der Vorsitzende der Unabhängigen. (bfs)

24. Jan 2018 / 21:49
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